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DPN214 > DARC     16.01.12 23:37l 165 Lines 9417 Bytes #999 (0) @ DEU
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Subj: Deutschland-Rundspruch 2/2012, 2. KW
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To  : DARC@DEU

12.01.12

DARC e.V. Lindenallee 4, 34225 Baunatal, Telefon 0561 949880
Deutschland-Rundspruch 2/2012, 2. KW
(Redaktionsschluss: Mittwoch 10 Uhr, freigegeben für Rundspruchsendungen ab 
Donnerstag, den 12. Januar 2012, 17:30 UTC)
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X]; 
lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches 
aufgelistet.)

Hallo, liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 2 des Deutschen 
Amateur-Radio-Clubs für die 2. Kalenderwoche 2012. Diesmal haben wir 
Meldungen zu folgenden Themen:

- Amateurfunksatellit ARISSat-1 in der Erdatmosphäre verglüht
- Neue DARC-Videos auf YouTube
- Deutschlandradio sieht Powerline kritisch
- 35. GHz-Tagung am 11. Februar
- Aktuelle Conteste
und
- Was gibt es Neues über das Funkwetter?

Hier die Meldungen:

Amateurfunksatellit ARISSat-1 in der Erdatmosphäre verglüht
Nach Informationen des AMSAT News Service ist der Amateurfunksatellit 
ARISSat-1 in die Erdatmosphäre eingetreten. Empfangsberichte deuten darauf 
hin, dass der Satellit seine Sendungen am 4. Januar eingestellt hat und 
später in der Erdatmosphäre verglüht ist. Telemetriedaten hatten zuvor 
angezeigt, dass die innere Satelliten-Temperatur 75 °C erreicht hatte und 
weiter anstieg. Konstantin, RN3ZF, sendete um 0842 UTC einen Rapport mit den 
Worten: "Die Telemetrie fehlte, die Sprachnachrichten waren nicht lesbar, 
sehr leise und unterbrochen. Wahrscheinlich sah ich die letzten Minuten im 
Leben des Satelliten." ARISSat-1, oder auch KEDR genannt, wurde von der 
Internationalen Raumstation ISS am 3. August vom Astronauten und 
Flugingenieur Sergei Volkov und Alexander Samokutyaev während eines 
Außenbordeinsatzes im All ausgesetzt. Der Satellit trug das von Studenten 
entwickelte Kursk-Experiment der Russischen Staats-Universität, zur 
Bestimmung der Atmosphärendichte. ARISSat-1 galt in vielerlei Hinsicht als 
Meilenstein. Er basierte auf dem ersten softwaredefinierten Transponder 
(SDX), hatte ein neues Power Management und ein neues Design der Integrated 
Housekeeping Unit (Steuerungscomputer).

Neue DARC-Videos auf YouTube
Zwei neue Videos des DARC e.V. auf der Internet-Videoplattform YouTube 
informieren über die Kalibrierung von HF-Strahlungsmonitoren und Störungen 
durch LED-Lampen. Das Einsparungspotenzial von LED-Lampen als Ersatz für die 
herkömmliche Glühlampe ist enorm. Enorm hoch ist aber auch das mögliche 
Störpotenzial solcher Lampen, denn diese enthalten im Sockel eine Elektronik 
mit der die LEDs angesteuert werden. Doch es gibt große Unterschiede. Das 
Spektrum reicht von "keine Störungen" bis zu so starken Störungen, dass 
Amateurfunkbetrieb oder Rundfunkempfang in der Umgebung solcher Lampen 
ausgeschlossen ist. Ein erstes Video in englischer Sprache [1] zeigt den 
Messaufbau und einen stark verkürzten Überblick über einige der untersuchten 
LED-Lampen des EMV-Referates zusammen mit der Verbandsbetreuung des DARC e.V. 
Über den Link sind weitere Videos in deutscher Sprache zu finden, die eine 
ausführlichere Darstellung des Themas zeigen.
Aufschluss über Hintergründe, Messaufbau und den Ablauf einer Kalibrierung 
von HF-Strahlungsmonitoren in der Geschäftsstelle des DARC gibt ein zweites 
Video [2]. Das Gesetz über den Amateurfunk verpflichtet die Funkamateure, die 
Einhaltung von Feldstärke-Grenzwerten in der Umgebung ihrer Sendefunkstellen 
nachzuweisen. Geschieht dies durch Messungen, dann muss ein kalibriertes 
Feldstärke-Messgerät verwendet werden. Die DARC-Geschäftsstelle und viele 
Distrikte haben solche Messgeräte, aber auch viele Mitglieder verfügen über 
eigene Feldstärke-Messgeräte. Diese kann der DARC kalibrieren. Dazu senden 
die Mitglieder ihr Messgerät zur Geschäftsstelle, und es kommt mit einem 
Kalibrierschein zurück. Doch was passiert dort in der Geschäftsstelle 
eigentlich mit dem Messgerät? Mehr erfahren Sie im Video.

Deutschlandradio sieht Powerline kritisch
"Powerline-Adapter können unter Umständen den Betrieb von anderen Geräten 
stören". Zu dieser kritischen Feststellung kam das Deutschlandradio in seiner 
Sendung "Verbrauchertipp" am 4. Januar. Unter dem Titel "Internet aus der 
Steckdose" pries der Sender erfreulicherweise nicht nur die Vorteile von 
Powerline an, sondern machte auch auf die systembedingten Schattenseiten 
dieses Übertragungsverfahrens aufmerksam, bei dem Hochfrequenz-Signale auf 
ungeschrirmten Stromleitungen übertragen werden. Störungen im 
Kurzwellenbereich sind die Folge, vor denen der DARC e.V. schon seit Jahren 
warnt. Bei Störungen des eigenen Radios würde es oft schon reichen, "das 
Radio in eine andere Zimmerecke zu stellen". Wenn allerdings "durch die 
eigenen Powerline-Adapter Funkamateure oder andere Funkdienste in der 
Nachbarschaft gestört" werden, dann könne es auch passieren, "dass plötzlich 
ein Techniker mit einem Messwagen der Bundesnetzagentur vor der Tür steht" - 
so der Sender. Normalerweise "müssen die Powerline-Adapter dann abgeschaltet 
oder gegen neuere Modelle ausgetauscht werden". Dies käme - so das 
Deutschlandradio - aber "nur äußerst selten vor, bundesweit rund ein Dutzend 
Mal pro Jahr". In diesem Punkt hat der DARC e.V. bereits öfter dazu 
aufgerufen, jede PLC-Störung der Bundesnetzagentur zu melden.

35. GHz-Tagung am 11. Februar
Am 11. Februar findet die 35. GHz-Tagung von 9 bis 17.15 Uhr in der 
Volkshochschule Maria Lindenhof an der B224, in Dorsten statt. Das 
Vortragsprogramm befasst sich in diesem Jahr unter anderem mit 
Mikrowellen-Oszillatoren, EME und Transverter auf 24 GHz, neuen Koaxialkabeln 
und Kühlung von Leistungsverstärkern. Weiterer Programmpunkt ist die 
Verleihung der UKW-Contestpokale des DARC e.V. für das Jahr 2011. Ferner 
können mitgebrachte Selbstbauten an Messplätzen kostenlos getestet werden. 
Weitere Informationen sind der Tagungswebseite zu entnehmen [3].

Aktuelle Conteste
14. Januar: Aktivitätstag Distrikt Nordrhein
21. Januar: LZ Open Contest
21. bis 22. Januar: HA DX Contest
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des DX und 
HF-Funksportreferates [dx] sowie mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ 
DL 1/12 auf S. 58.

Der Funkwetterbericht vom 11. Januar, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL
Rückblick vom 3. bis 9. Januar: In der ersten Januarwoche war die 
Sonnenaktivität gering. Etliche C-Flares hielten die solaren Fluxwerte 
ziemlich konstant zwischen 135 und 142 solaren Fluxeinheiten. Der 
90-Tage-Mittelwert des solaren Fluxes betrug 145 Einheiten. Dies bestätigte 
die seit Oktober 2011 jahreszeitlich bedingt geringere Sonnenaktivität. Die 
Sonnenfleckenzahlen, bestimmt durch fünf bis sieben Fleckengruppen, lagen 
zwischen 90 und 118. Das geomagnetische Feld war an allen Tagen gestört, nur 
in der ersten Tageshälfte des 2. Januar sehr ruhig. Auf den unteren 
Kurzwellenbändern 160 bis 40 m fanden wir brauchbare, teils gute 
DX-Bedingungen vor. 30 m bestätigte sich als gutes Winter-DX-Band. 20 bis 10 
m öffneten brauchbar bis gut auf den Taglinien.

Vorhersage bis zum 18. Januar:
Sieben Fleckengruppen und das zentrale koronale Loch CH492 bestimmen das Bild 
der Sonne. Neben weiteren C- sind einzelne M-Flares wahrscheinlich. Das 
geomagnetische Feld bleibt gestört, wobei es zwischendurch ruhige Phasen 
geben wird. Am winterlichen Charakter der Kurzwellenausbreitung ändert sich 
nichts. Das heißt, dass die Kurzwellenbänder zwischen 160 und 40 m gute 
DX-Bedingungen aufweisen, 30 und 20 m ebenfalls, aber eher auf den Taglinien. 
Die Bänder oberhalb 20 m öffnen nur kurz, vorzugsweise in südliche Richtungen 
aber mit Ausnahmen. Auf 10 m sollten neben Nordamerika, der Karibik und 
Südamerika auch QSOs mit Japan und Australien gelingen, aber eben nur sehr 
kurz.

Neues vom 24. Sonnenfleckenzyklus
Am 3. Januar veröffentlichte die NASA eine aktualisierte Information über den 
Verlauf des 24. Sonnenfleckenzyklus [4]. Demnach war das letzte Minimum im 
November 2008, wobei der Zyklus 24 bereits im Oktober 2008 begann. Das 
Maximum wird für Februar 2013 erwartet, die geglättete Sonnenfleckenzahl im 
Maximum soll etwa 95 betragen. Mit dieser Prognose wird der 24. 
Sonnenfleckenzyklus der niedrigste der vergangenen 80 Jahre sein.

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 17:13; Melbourne/Ostaustralien 19:10; 
Perth/Westaustralien 21:21; Singapur/Republik Singapur 23:10; Tokio/Japan 
21:51; Honolulu/Hawaii 17:11; Anchorage/Alaska 19:00; Johannesburg/Südafrika 
03:26; San Francisco/Kalifornien 15:25; Stanley/Falklandinseln 07:56; 
Berlin/Deutschland 07:13.

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 21:48; San Francisco/Kalifornien 
01:11; Sao Paulo/Brasilien 21:58; Stanley/Falklandinseln 00:14; 
Honolulu/Hawaii 04:07; Anchorage/Alaska 01:10; Johannesburg/Südafrika 17:05; 
Auckland/Neuseeland 07:43; Berlin/Deutschland 15:15.

Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte 
Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Diesen Rundspruch gibt 
es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite sowie in Packet Radio 
unter der Rubrik DARC. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter 
Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie 
per E-Mail ausschließlich an redaktion@darcverlag.de. Vielen Dank fürs 
Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!


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