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DARC e.V., Lindenallee 4, 34225 Baunatal, Telefon 0561 949880
Deutschland-Rundspruch 40/2016, 40. KW
(Redaktionsschluss: Mittwoch 10 Uhr, freigegeben für Rundspruchsendungen ab
Donnerstag, den 6. Oktober 2016, 17:30 UTC. Aktuelle Audiofassung unter
http://www.ostseerundspruch.de/category/deutschland-rundspruch/ auch als
RSS-Feed und http://www.darc.de/uploads/media/dlrs.mp3, die aktuelle PDF-Datei
finden Sie im eingeloggten Zustand unter
https://www.darc.de/nachrichten/deutschland-rundspruch/#c35494.
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X];
lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches
aufgelistet.)

Hallo, liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 40 des Deutschen
Amateur-Radio-Clubs für die 39. Kalenderwoche 2016. Diesmal haben wir Meldungen
zu folgenden Themen:

- Rückschlag für verbesserten Funkschutz in Deutschland
- AMSAT-OSCAR 7 seit 42 Jahren im Orbit
- Headquarter des portugiesischen Verbandes REP mit neuer Adresse
- DM16RRV und Aussendung des Radiorevolten-Programmes auf Mittelwelle haben
begonnen
- Distrikt Oberbayern auf dem Tag der Offenen Tür der TU München
- Aktuelle Conteste
und
- Was gibt es Neues vom Funkwetter?

Hier die Meldungen:

Rückschlag für verbesserten Funkschutz in Deutschland
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In der Mediathek des Deutschen Bundestages ist die Aufzeichnung der 193.
Plenarsitzung vom 29. September abrufbar. In der Aussprache über den von der
Bundesregierung eingebrachten Entwurf über das EMVG (Gesetz über die
elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln) gehen die Redner auch
auf die Einwände und Argumente der deutschen Funkamateure ein, leider wurde das
Gesetz ohne Berücksichtigung dieser auf den Weg gebracht.
Die Forderung des Runden Tisches Amateurfunk (RTA) für eine Gleichstellung des
Rundfunk- und Amateurfunkdienstes mit anderen Funkdiensten und somit einer
Angleichung an die europäische EMV-Richtlinie für einen verbesserten Funkschutz
kam man damit nicht nach. "Das werden wir nicht hinnehmen", so der
RTA-Vorsitzende und DARC-Vorstandsmitglied Christian Entsfellner, DL3MBG, zur
Abstimmung. "Wir werden bei der EU-Kommission Beschwerde einreichen und unserer
Sorge um den Funkschutz in Deutschland weiterhin Gehör verschaffen".
Trotz umfangreicher Stellungnahmen, Gesprächen mit Fraktionen, Abgeordneten und
Berichterstattern, vielen Briefen von hochrangigen Wissenschaftlern und
Amateurfunkgeräteherstellern an die Entscheidungsträger, die die Funkamateure
unterstützten sowie der Petition engagierter Mitglieder, wurden alle
Änderungsvorschläge und Eingaben in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses am
28. September weder angesprochen noch berücksichtigt.
Die 193. Plenarsitzung vom 29. September 2016 ist im Internet abrufbar [1].
Richtig interessant wird es im Videostream ab Stunde 11, 37 Minuten und 30
Sekunden - da geht es um das EMVG und den Amateurfunk in Deutschland.
Eine Pressemitteilung des DARC e.V. zum Thema "Rückschlag für den verbesserten
Funkschutz in Deutschland" finden Sie auf der DARC-Webseite [2]. Dort ist auch
als Hintergrundinformation die Stellungnahme des RTA hinterlegt.

AMSAT-OSCAR 7 seit 42 Jahren im Orbit
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In etwas weniger als einem Monat ist der Satellit AMSAT-OSCAR 7 seit 42 Jahren
im Orbit. Der damit älteste funktionierende Satellit schaltet aktuell seine
Betriebs-Modi A und B täglich hin und her. "Das deutet darauf hin, dass AO-7
nun konstant Sonnenlicht für den 24-Stunden-Timer über seine Solarzellen
erhält", stellt AMSAT-NA-Sekretär Paul Stoetzer, N8HM, fest. "Das Hin- und
Herschalten wird etwa drei Monate anhalten", so N8HM weiter. Weil AO-7 seinen
Orbit stets marginal ändert, fallen die Perioden für den Mode A immer geringer
aus. OM Paul rät, diese Zeit zu nutzen. Im Mode A senden die Nutzer auf dem
Uplink im 2-m-Band und empfangen auf 10 m. "Bei der 10-m-Antenne handelt es
sich jedoch nicht um eine Richtantenne - versuchen Sie also, was eben geht",
fügt N8HM hinzu. Im Mode B liegt der Uplink auf 70 cm und der Downlink auf 2
m.
Der 15. November wird schließlich der Tag sein, an dem AO-7 seinen 42.
Jahrestag im Orbit feiern kann. Er wurde von der Vandenberg Air Force Base in
Kalifornien gestartet. Beim AMSAT-OSCAR-7-Projekt handelte es sich um die so
genannte Phase 2 von Amateurfunksatelliten der AMSAT, die AO-7 schließlich in
einen erdnahen Orbit brachte. AO-7 erlitt 1981 einen Batterieschaden und
verstummte. 20 Jahre später meldete er sich mit seiner Bake auf 145,9775 MHz
zurück, vermutlich weil seine Batterien im Laufe der Zeit hochohmig geworden
waren und die Energie nun von den Solarzellen kam. Die AMSAT beschreibt AO-7
daher als "halb funktionsfähig", da der Satellit nur dann arbeitet, wenn er
genug Sonnenlicht erhält. Die 10-m-Bake kann man auf 29,502 MHz hören, die in
Verbindung mit dem Mode A steht. Bei den Modes B und C ist eine Bake auf
145,972 MHz zu hören. Die Bake auf 435,100 MHz hat ein technisches Problem,
weil ihre Leistung stets zwischen 400 mW und 10 mW HF hin- und her geschaltet
wird. Darüber berichtet der amerikanische Amateurfunkverband ARRL mit Verweis
auf die AMSAT-NA.

Headquarter des portugiesischen Verbandes REP mit neuer Adresse
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Das Headquarter des portugiesischen Amateurfunkverbandes REP - Mitglied in der
IARU - hat seit dem 1. September eine neue Postanschrift: REP - Rede dos
Emissores Portugueses, Avenida Yasser Arafat nº 4 loja A, 2700-375 Amadora,
Portugal. Davon betroffen sind das QSL-Büro und das Sekretariat. Darüber
berichtet Carlos Nora, CT1END, Präsident der REP.

DM16RRV und Aussendung des Radiorevolten-Programmes auf Mittelwelle haben
begonnen
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Am 1. Oktober wurde das Radiokunstfestival "Radiorevolten" in Halle/Saale
eröffnet - der Deutschland-Rundspruch vergangener Woche berichtete. Bis zum 31.
Oktober wird ein Rundfunkprogramm auf UKW 99,3 MHz mit 100 W und parallel dazu
auf Mittelwelle 1575 kHz mit 800 W PEP ausgestrahlt, wie schon berichtet. Die
beiden Sender befinden sich am Standort von DL0MLU. Täglich gegen 16:58 Uhr
Ortszeit wird eine zweiminütige CW-Kennung auf beiden Sendern ausgestrahlt, auf
Mittelwelle in A2A. Empfangsberichte werden per E-Mail erbeten [3]. Dafür
werden QSL-Karten versandt. Ebenfalls im gesamten Oktober aktivieren Hallenser
Funkamateure die Sonderstation DM16RRV mit dem Sonder-DOK 16RRV.

Distrikt Oberbayern auf dem Tag der Offenen Tür der TU München
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Das PR-Team des Distrikts Oberbayern im Deutschen Amateur Radio Club e.V.
beteiligt sich am Samstag, den 22. Oktober am "Tag der Offenen Tür" an der
Technischen Universität München. Im Garchinger Campus der Fakultät für
Maschinenwesen wird der DARC in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für
Raumfahrttechnik unter Führung von Herrn Prof. Dr. Ulrich Walter einen
Info-Stand betreiben und dort neben Exponaten auch praktischen Live-Funkverkehr
und Hamnet vorführen. Prof. Walter ist selbst Funkamateur, er hat das
Rufzeichen DG1KIM und baut seit Jahren den Amateurfunk in seine
Lehrveranstaltungen ein. Für technisch-wissenschaftliche Experimente ist dieses
Medium geradezu ideal. So wurde die Möglichkeit geschaffen, am Lehrstuhl der TU
München einige Klein-Satelliten mit einer Kantenlänge von 10 cm aufzubauen, die
auf Amateurfunkfrequenzen kontaktier- und steuerbar sind. Zu diesem Zweck
müssen die Studenten für ihre Bodenstationen über eine Zulassung zum
Amateurfunkdienst verfügen. Die erforderlichen Amateurfunkkurse werden in
Zusammenarbeit mit den Münchner OVs C12 und C18 abgehalten. Voraussichtlich
werden auch ehemalige Kursteilnehmer aus früheren Semestern auf dem Stand ihre
jüngsten Satellitenforschungs-Projekte vorstellen und Prototypen mit
Amateurfunksteuerung demonstrieren. Nicht nur im Thema Raumfahrt gibt es
Kontakte: Auch Ballonprojekte für Flüge in der Stratosphäre werden in
Zusammenarbeit mit dem Institut veranstaltet. So wird die Nutzlast und die
Sendeeinheit eines der jüngsten Ballonprojekte auf dem Stand zu sehen sein.
Ziel des Standes ist, einem technisch interessierten Publikum die gesamte
Bandbreite des Hobbys Amateurfunk sowie seine wissenschaftliche Relevanz
nahezubringen und weitere Interessenten für unser Hobby zu gewinnen. Der "Tag
der Offenen Tür" beginnt um 10 Uhr, der DARC-Stand befindet sich im Gebäudeteil
6 der Fakultät für Maschinenwesen in der Boltzmannstraße 15 in 85748 Garching
bei München. Darüber berichtet Rainer Englert, DF2NU.

Aktuelle Conteste
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8. Oktober: VFDB Contest und Komi-Ruhrgebiet DF1QM Memoriam QSO-Party
8. bis 9. Oktober: The Makrothen Contest, Oceania DX Contest und Scandinavian
Activity Contest
9. Oktober: ON Contest 80 m und 80 m Waterkant-Kurzcontest
15. bis 16. Oktober: JARTS WW RTTY Contest und Worked All Germany Contest
(WAG)
15. Oktober: Bayern-Ost Contest und Ausbildungscontest
16. Oktober: ON Contest 2 m und Bayern-Ost Contest
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des DX und
HF-Funksportreferates [dx] sowie mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ DL
10/16 auf S. 60.

Der Funkwetterbericht vom 5. Oktober, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL
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Rückblick vom 27. September bis 4. Oktober: Die Sonnentätigkeit war sehr ruhig.
Es wurden keine C-Flares registriert. Am 1. Oktober war die Sonne wieder einmal
fleckenlos, aber es gab an diesem Tag eine Filamenteruption [4]. Die riesige
Plasmawolke flog aber an der Erde vorbei. Die Messwerte der
10-cm-Radiostrahlung - des solaren Fluxes - lagen am 27. September bei 87
Einheiten, fielen langsam auf 81 und stiegen danach wieder auf 93 Einheiten.
Das geomagnetische Feld war durch intensiven Sonnenwind aus den koronalen
Löchern CH764 und CH765 durchweg gestört. Nur am 3. Oktober war es relativ
ruhig. Am gleichen Tag öffnete sogar das 15-m-Band für ein paar Stunden nach
Nordamerika. Außerdem gab es noch einmal kurze Sporadic-E-Bedingungen auf 6 m.
Ansonsten waren die unteren Bänder 160 bis 30 m brauchbar bis gut. Besonders
die Dämmerungszeiten lohnten sich für DX-Verbindungen. 30, 20 und an einigen
Tagen auch 17 m brachten laute DX-Signale.

Vorhersage bis zum 12. Oktober:
Unsere Hoffnungen nach etwas mehr Sonnenaktivität konzentrierten sich auf die
Regionen 2598 und die neue Gruppe 2599 am östlichen Sonnenrand. Das zentrale
koronale Loch CH765 verlässt seine geoeffektive Position, sodass wir langsam
wieder ein ruhiges geomagnetisches Feld bekommen werden. Die Fluxwerte werden
sich zwischen 90 und 98 Fluxeinheiten einpendeln, sodass wir auch das 15-m-Band
öfter beobachten sollten. 20 und 17 m bleiben DX-tauglich und öffnen morgens
relativ schnell nach Sonnenaufgang. Alle Bänder zwischen 160 und 30 m bringen
bei ruhigem Erdmagnetfeld gute DX-Signale.

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Grayline DX, alle Zeiten in UTC:

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 17:52; Melbourne/Ostaustralien 19:50;
Perth/Westaustralien 21:50; Singapur/Republik Singapur 22:50; Tokio/Japan
20:38; Honolulu/Hawaii 16:23; Anchorage/Alaska 16:13; Johannesburg/Südafrika
03:43; San Francisco/Kalifornien 14:09; Stanley/Falklandinseln 09:16;
Berlin/Deutschland 05:13.

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 22:31; San Francisco/Kalifornien 01:47;
Sao Paulo/Brasilien 21:07; Stanley/Falklandinseln 22:16; Honolulu/Hawaii 04:15;
Anchorage/Alaska 03:15; Johannesburg/Südafrika 16:09; Auckland/Neuseeland
06:27; Berlin/Deutschland 16:35.

Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte
Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Diesen Rundspruch gibt es
auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite sowie in Packet Radio unter
der Rubrik DARC. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz -
schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail
ausschließlich an redaktion@darc.de. Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur
nächsten Woche!

---
Verzeichnis der Internetadressen (Rundspruchsprecher: Bitte nicht vorlesen!):
[1] http://tinyurl.com/gw789ns
[2] www.darc.de/presse/pressemitteilungen
[3] qsl@radiorevolten.net
[4] http://www.solarham.net
[dx] http://www.darc.de/referate/dx
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