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DPN214 > DARC 05.03.11 17:33l 197 Lines 11409 Bytes #999 (0) @ DEU
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Subj: Deutschland-Rundspruch 5/2011, 5. KW
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To : DARC@DEU
03.02.11
DARC e.V. Lindenallee 4, 34225 Baunatal, Telefon 0561 949880
Deutschland-Rundspruch 5/2011, 5. KW
(Redaktionsschluss: Mittwoch 10 Uhr, freigegeben für Rundspruchsendungen ab
Donnerstag, den 3. Februar 2011, 17:30 UTC)
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X];
lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches
aufgelistet.)
Hallo, liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 5 des Deutschen
Amateur-Radio-Clubs für die 5. Kalenderwoche 2011. Diesmal haben wir
Meldungen zu folgenden Themen:
- Neue Version des BEMFV-Programms Watt32 erschienen
- DARC e.V. kommentiert PLC-Anwendungen in Computermagazin
- 30 Millionen QSLs im DCL
- ARISSat-1 erreicht Internationale Raumstation
- Zweifel an Notfunkaktivitäten in Ägypten
- Termine
- Aktuelle Conteste
und
- Was gibt es Neues über das Funkwetter?
Hier die Meldungen:
Neue Version des BEMFV-Programms Watt32 erschienen
Die neue Version 3.50.0 des BEMFV-Programms Watt32 ist ab sofort kostenlos
zum Download auf der DARC-Webseite verfügbar [1]. Neu hinzugekommen ist ein
Startmenü und Daten von Anjo-Antennen. Diese Version gibt es auch zum
Selbstkostenpreis auf CD und kann beim Programmautor Ehrhart Siedowski,
DF3XZ, oder in der DARC-Geschäftsstelle angefordert werden [2]. Die CD-Version
enthält zusätzlich eine PDF-Datei mit ca. 190 DIN-A4-Seiten aller für den
amateurfunk-relevanten Gesetzestexte und Verordnungen, inklusive der
Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer
Felder (BEMFV), der Begründung zur BEMFV und der Anleitung zur Anzeige
ortsfester Amateurfunkanlagen. Außerdem die Kurzfassung der Wiesbeck-Studie,
das EMVG und weitere Infos, z.B. EMVU-Unterlagen, Vorgehensweise zur
Selbsterklärung und Bandpläne sowie das Watt32-Handbuch als PDF-Datei.
DARC e.V. kommentiert PLC-Anwendungen in Computermagazin
Der DARC e.V. hat sich in einem Beitrag über Inhouse-Powerline-Communication
des Computermagazins c't kritisch zur PLC-Technik geäußert. Der DARC ruft
darin die PLC-Entwickler auf, durch wirksame Techniken elektromagnetische
Störungen so weit zu senken, wie es die grundlegenden Anforderungen des
Gesetzes über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln
(EMVG) vorschreiben. Nachzulesen in Ausgabe 2/2011 ab Seite 84. Aber auch c't
bereitet den Leser schon in der Einleitung des Artikels darauf vor, dass mit
dem Einsatz von PLC-Inhouse-Technik elektromagnetische Störungen abgestrahlt
werden, die den Amateurfunkempfang stören können, Zitat: "Wer ein Gerät
betreibt, das Funkstörungen erzeugt, muss mit Beschlagnahme, Rechnungen für
Messeinsätze der Bundesnetzagentur und schlimmstenfalls einem Bußgeld rechnen
...".
Zwei weitere Stellungnahmen, eine vom Institut für Rundfunktechnik (IRT) und
eine des PLC-Geräteherstellers Devolo AG ergänzen den Beitrag. Der Hersteller
findet in seiner Stellungnahme nur verharmlosende Worte, Zitat: "Auch
Techniken wie ADSL und VDSL modulieren hochfrequente, breitbandige Signale
auf ungeschirmte Leitungen, ohne dass dies ein relevantes Thema für die breite
Öffentlichkeit ist. Warum die Powerline-Technologie hier in der Diskussion
steht, ist ... nicht nachvollziehbar". Nicht genannt wird an dieser Stelle,
dass xDSL-Technologien auf verdrillten reflexionsarm abgeschlossenen
Leitungen betrieben werden, deren Störstrahlungspotenzial konstruktionsbedingt
vernachlässigbar ist gegenüber PLC-Datenübertragung über HF-technisch völlig
ungeeignete Strominstallationen.
Der Artikel weist außerdem darauf hin, dass sich die Störproblematik mit den
neuen Home-Plug-AV2- und Gigle-Technik-Adaptern verschärfen kann: Für höhere
Datenübertragungen nutzen diese ein breiteres Frequenzband. HomePlug AV2 von
2 bis 68 MHz, die Gigle-Technik sogar bis 305 MHz.
Zwischenzeitlich berichtete der Heise-Newsticker im Internet über die
Veröffentlichung des neuen Powerline-Standards 1901 des Institute of
Electrical and Electronics Engineers, kurz IEEE [3]. Der Standard definiert
Brutto-Geschwindigkeiten bis 500 Megabits/s und einen Frequenzbereich bis 100
MHz. Im Indoor-Bereich werden damit Datenübertragungen über 100 m
Stromleitung, im Outdoor-Bereich bis zu 1,5 km möglich. Die Erweiterung
1901.2 soll für die Datenübertragung per Stromnetz zum Fernauslesen von
Verbrauchszählern beim Kunden zum Einsatz kommen. Der neue Standard dürfte
aufgrund seines Funkstörungspotenzials umstritten sein. Allerdings bietet
sich durch das Erschließen höherer Frequenzen die Gelegenheit, mittel- bis
langfristig auf die unter besonderen Schutz gestellten Frequenzen unterhalb
30 MHz wieder zu verzichten. Diese genießen nämlich nach den Radio Regulations
einen besonderen Schutz, da nur sie das Überbrücken größter Entfernungen mit
Hilfe kleinster Leistungen ermöglichen.
30 Millionen QSLs im DCL
Im Januar ist die Zahl der im DARC Contest Logbook [4] verfügbaren QSLs auf
über 30 Millionen gestiegen. Damit braucht das DARC-System den Vergleich mit
dem amerikanischen Logbook of the World, das 36 Million QSLs enthält, nicht
zu scheuen. Einen großen Anteil am Zuwachs haben die CQ-WPX-Conteste, deren
Logs von Contestmanager Randy, K5ZD, zur Verfügung gestellt worden sind. Auch
die WAE-Logs des vergangenen Jahres erweitern die Datenbank und unterstützen
so vor allem die Beantragung von DX-Diplomen wie dem EUDX-Diplom des DARC,
dem WDXS der DIG oder dem Work-All-Continents der IARU. Durch die nun
ebenfalls bereit gestellten QSOs der DA0HQ-Aktivität wird die Beantragung des
DARC-60-Diploms unterstützt. Hier zählt DA0HQ als offizielle DARC-Station
doppelt. Auch die Zahl der ausgestellten Diplome steigt weiter. Von den 1422
ausgegeben Diplomen erfreut sich das WAC mit 308 Diplomausgaben besonderer
Beliebtheit. Aber auch die Leistungsdiplome des DXHF-Referats sind sehr
beliebt, was 900 Diplomausgaben belegen. Insgesamt eine positive Bilanz nach
einem Jahr Betrieb des neuen DCL.
ARISSat-1 erreicht Internationale Raumstation
Ein russischer Progress-Transporter vom Typ M-09M hat am 30. Januar u.a. mit
dem neuen Amateurfunksatelliten ARISSat-1 an der ISS angedockt. Er war am 28.
Januar um 01:32 UTC mit einer Soyus-Rakete von Kasachstan aus gestartet
worden. Neben dem Satelliten wurden Treibstoff, Sauerstoff, Nahrung und
weitere Versorgungsgüter zur ISS gebracht. Nach derzeitigen Planungen soll
der Amateurfunksatellit während eines Außenbordeinsatzes am 16. Februar im All
ausgesetzt werden.
Zweifel an Notfunkaktivitäten in Ägypten
OM Michael Becker, DJ9OZ, vom Notfunkreferat des DARC, zuständig für Technik
und internationale Angelegenheiten, hat Zweifel an den angeblichen
Notfunkaktivitäten, die derzeit in Ägypten stattfinden sollen. Diese
geschehen wohl vor dem Hintergrund, dass das Land Teile des Internets und
Mobilfunknetzes abgeschaltet hat. DJ9OZ hat sich zur Klärung der Sachlage an
den Notfunkkoordinator der IARU-Region 1 gewandt, ob es sich tatsächlich um
Notfunk im Sinne der Amateurfunkgesetze handelt. DJ9OZ begründet dies in
einer E-Mail wie folgt: "Falls Rettung von Menschenleben oder Verletzten nur
durch Amateurfunk möglich ist, gibt es keinen Zweifel, Notfunk über den
Amateurfunk einzusetzen. Hier scheint es aber um politische Aufrufe oder
journalistische, also kommerzielle, Informationen zu gehen, was nicht von
Amateurfunkgesetzen abgedeckt ist."
Termine
Am 6. Februar lädt der DARC-Vorstand von 07:00 bis 16:00 UTC zur
Februar-QSO-Party ein. Die Ausschreibungsbedingungen sind in der CQ DL 2/11
auf S. 134 veröffentlicht.
Am 19. Februar findet die 34. GHz-Tagung von 9 bis 17.15 Uhr in der
Volkshochschule Maria Lindenhof an der B224, in Dorsten statt. Weitere
Informationen zur Veranstaltung gibt es auf der Tagungswebseite [5].
Aktuelle Conteste
5. Februar: AGCW-DL Handtasten-Party 80 m
6. Februar: North American Sprint und Februar QSO-Party 2011
11. bis 13. Februar: YLRL YL-OM Contest
12. Februar: VFDB-Contest und FISTS Spring Contest
12. bis 13. Februar: CQ WPX Contest, PACC Contest, KCJ Topband Contest und
RSGB 1,8 MHz CW Contest
13. Februar: North American Sprint
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des DX und
HF-Funksportreferates [dx] sowie mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ
DL 2/11 auf S. 134.
Der Funkwetterbericht vom 2. Februar, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL
Rückblick vom 24. Januar bis 1. Februar: Die ohnehin geringe Sonnenaktivität
durchlief am 27. Januar ein Minimum, indem für einige Stunden kein
Sonnenfleck sichtbar war. Die über den westlichen Sonnenrand von der uns
sichtbaren Seite verschwundene Gruppe 1149 war am 27. und 28. Januar recht
aktiv mit einem M- und vier C-Flares. Deren koronale Masseauswürfe waren
nicht auf die Erde gerichtet. Die Messwerte des solaren Fluxes blieben knapp
über 80, und das geomagnetische Feld war überwiegend ruhig. Die
3000er-MuF-Werte - also die maximale nutzbare Frequenz für eine
3000-km-Distanz - lagen mittags bei knapp 21 MHz. Auf den Bändern über 14 MHz
waren vor allem transäquatoriale DX-Verbindungen möglich, aber es ging auch
in die Karibik und nach Westaustralien. Für große Distanzen, wie VP8ORK,
brauchte man flach strahlende Antennen, um die meist leisen Signale
aufzunehmen. 160 und 80 m zeigten sich DX-freundlich, denn das Erdmagnetfeld
war ruhig. Die lautesten DX-Signale aus allen Kontinenten konnte man auf 40
und 30 m hören.
Vorhersage bis zum 9. Februar:
Wir erwarten wieder ansteigende Fluxwerte und weitere C-Flare-Aktivitäten von
den Sonnenflecken 1150 und 1151. Die Lowband-Bedingungen bleiben gut. Da sich
in unseren Breiten das Verhältnis von Tag und Nacht wöchentlich um etwa 25
Minuten zugunsten des Tages verschiebt, werden auch die nutzbaren Öffnungen
auf den oberen Kurzwellenbändern etwas länger, aber kaum besser. Auf den
Internetseiten des Sonnenobservatoriums STEREO [6] wird vermeldet, dass die
beiden Sonnenbeobachtungs-Satelliten jetzt so weit von der Erde entfernt
sind, dass sie über 98 % der gesamten Sonnenoberfläche überwachen können. Dies
wird auch helfen, die Vorhersage der Sonnenfleckenaktivität zu verbessern.
Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 17:37; Melbourne/Ostaustralien 19:34;
Perth/Westaustralien 21:42; Singapur/Republik Singapur 23:16; Tokio/Japan
21:40; Honolulu/Hawaii 17:08; Anchorage/Alaska 18:14; Johannesburg/Südafrika
03:43; San Francisco/Kalifornien 15:13; Stanley/Falklandinseln 08:34;
Berlin/Deutschland 06:47; South Orkney 06:55.
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 22:14; San Francisco/Kalifornien
01:34; Sao Paulo/Brasilien 21:54; Stanley/Falklandinseln 23:46;
Honolulu/Hawaii 04:22; Anchorage/Alaska 02:07; Johannesburg/Südafrika 17:00;
Auckland/Neuseeland 07:31; Berlin/Deutschland 15:53; South Orkney 23:32.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte
Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Diesen Rundspruch gibt
es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite sowie in Packet Radio
unter der Rubrik DARC. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter
Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie
per E-Mail ausschließlich an redaktion@darcverlag.de. Vielen Dank fürs
Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
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