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DPN214 > DARC 05.03.11 18:34l 181 Lines 9963 Bytes #999 (0) @ DEU
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Subj: Deutschland-Rundspruch 6/2011, 6. KW
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To : DARC@DEU
10.02.11
DARC e.V. Lindenallee 4, 34225 Baunatal, Telefon 0561 949880
Deutschland-Rundspruch 6/2011, 6. KW
(Redaktionsschluss: Mittwoch 10 Uhr, freigegeben für Rundspruchsendungen ab
Donnerstag, den 10. Februar 2011, 17:30 UTC)
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X];
lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches
aufgelistet.)
Hallo, liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 6 des Deutschen
Amateur-Radio-Clubs für die 6. Kalenderwoche 2011. Diesmal haben wir
Meldungen zu folgenden Themen:
- Für und Wider einer Gruppen-Rechtsschutzversicherung aller DARC-Mitglieder
- Statistik der Funkamateure in Deutschland
- BPSK-Decodersoftware für ARISSat-1
- Neuer DARC-Referent für Not- und Katastrophenfunk
- Poster zur Sonnenaktivität 2010
- Junger DXer aus Thüringen wird an T32C-DXpedition teilnehmen
- UCX-Log unterstützt DCL
- Termine
- Aktuelle Conteste
und
- Was gibt es Neues über das Funkwetter?
Hier die Meldungen:
Für und Wider einer Gruppen-Rechtsschutzversicherung aller DARC-Mitglieder
Im aktuellen Vorstandsblog berichtet der DARC-Vorsitzende Steffen Schöppe,
DL7ATE, über Verhandlungen des DARC e.V. für eine
Gruppen-Rechtsschutzversicherung seiner Mitglieder. Zwar haben viele Bürger
bereits eine Privatrechtsschutzversicherung, diese deckt jedoch meist nicht
das Gebiet des Verwaltungsrechtsschutzes ab. Als Beispiel für einen
entsprechenden Streitfall nennt DL7ATE Betriebseinschränkungen für
Funkamateure, die regelmäßig vor einem Verwaltungsgericht landen. Der DARC
kann und darf solche Fälle nur unterstützen, wenn es um einen Präzedenzfall
geht, dessen Ausgang relevant für alle Funkamateure ist. Die Einrichtung
dieser Versicherungsleistung für alle DARC-Mitglieder würde für den DARC e.V.
jedoch in Mehrkosten resultieren. Die mehrfach aus der Mitgliedschaft
vorgeschlagene Alternative, eine solche Versicherung innerhalb der geplanten
"Plus-Mitgliedschaft" anzubieten, scheitert daran, dass die
Versicherungsbeiträge für die Konzerne nicht kalkulierbar sind. Für den DARC
e.V. gibt es daher nur zwei Möglichkeiten: Verzicht auf die
Gruppenversicherung oder eine Anpassung des Mitgliedsbeitrages. Der Vorstand
sammelt Meinungen aus den Reihen der Mitglieder per E-Mail [1], ob es sich
lohnt, in dieser Sache weiter zu arbeiten.
Statistik der Funkamateure in Deutschland
Mit Stand 31. Dezember 2010 gibt es in Deutschland 72 293 Funkamateure mit
Individualrufzeichen. Davon haben 64 975 die Klasse-A-Genehmigung und 7318
entfallen auf die Amateurfunkklasse E. Diese Zahlen hat die Bundesnetzagentur
dem DARC e.V. mitgeteilt. Blickt man auf die vergangenen zehn Jahre, ist das
die niedrigste Zahl an Funkamateuren in Deutschland. In den Jahren 2005 bis
2009 zählte die BNetzA im Schnitt 75 000 personengebundene Rufzeichen. In den
Jahren 2001 bis 2004 lag die Zahl abermals höher, mit einem Spitzenwert in
2002 von fast 81 000 ausgegebenen Genehmigungen.
BPSK-Decodersoftware für ARISSat-1
OM Gould, WA4SXM, hat ein Update für seine Software zum Decodieren des neuen
BPSK-1000-Modus von ARISSat-1 im Internet veröffentlicht [2]. Derzeit
befindet sich die Software noch in der Testphase. Im Laufe der nächsten Woche
will WA4SXM die Endversion bereitstellen. Die PC-Version läuft seinen
Informationen zufolge derzeit nur unter Windows XP. Eine Programmversion für
Macintosh soll es ebenfalls geben. Das Aussetzen des neuen
Amateurfunksatelliten ARISSat-1 von der Internationalen Raumstation ISS ist
während eines Außenbordeinsatzes am 16. Februar geplant. Ein ausführlicher
Beitrag über ARISSat-1 und seine Möglichkeiten ist in der Märzausgabe der CQ
DL nachzulesen, die zwei Tage später, am 18. Februar, erscheint.
Neuer DARC-Referent für Not- und Katastrophenfunk
Dieter Mausbach, DO9DMB, wurde vom Vorstand des DARC e.V. Anfang Februar zum
Referenten für Not- und Katastrophenfunk ernannt. Der 59-jährige Funkamateur
ist seit 2009 Mitglied im DARC e.V. und hat im Februar 2010 das Amt des
Ortsverbandsvorsitzenden von Neandertal (R09) übernommen.
Poster zur Sonnenaktivität 2010
Als Jahresrückblick auf 2010 steht auf der Webseite des OV Wolmirstedt (W37)
ein Sonnenfleckenposter zum Selbstdrucken zur Verfügung. Hier ist für fast
jeden Tag des Jahres ein Bild der Sonne und ihrer, für uns so wichtigen,
Flecken zu sehen. Sehr gut kann man die von Tag zu Tag fortschreitende
Entwicklung von Fleckengruppen und die Sonnenrotation erkennen. Jeder DXer
kann sehen, wie seine Erfolge 2010 mit dem Sonnenflecken korrelieren. Bei dem
kostenlos zur Verfügung gestellten Poster handelt es sich um eine über 13 MB
große JPG-Datei in hoher Qualität. Die Datei kann man sich beispielsweise
über einen Internet-Fotodienst ausdrucken lassen und erhält so ein schönes
Poster fürs Shack. Sicher ist das auch ein repräsentatives Geschenk, z.B. bei
OV-Auszeichnungen. Das Poster und einige Hinweise zum Ausdruck finden sich
auf der W37-Webseite [3].
Junger DXer aus Thüringen wird an T32C-DXpedition teilnehmen
Michael Zürch, DG1CMZ, aus Thüringen komplettiert als Jung-DXer das Team der
T32C-DXpedition. DG1CMZ ist mit seinen 25 Jahren schon ein erfahrener DXer.
Seit seinem 14. Lebensjahr ist OM Michael schon Funkamateur. Er unterstützt
das 40 Mann starke Team beim Funkbetrieb von der Weihnachtsinsel, der für den
Zeitraum vom 28. September bis zum 26. Oktober stattfinden soll. Derzeit
befindet sich das Team noch mitten in den Vorbereitungen. So wurde das
Expeditionsrufzeichen T32C erst kürzlich zugeteilt. Weitere Informationen
erhält man im Internet [4].
UCX-Log unterstützt DCL
Bernd Bruhn, DL7UCX, hat mit der neuen Version des kostenlosen
Logbuchprogramms UCX-Log eine spezielle Funktion zum gezielten Export von
QSOs ins DARC Contest Logbook, kurz DCL [5], bereitgestellt [6]. Benutzer
können in ihrem Log gezielt einzelne QSOs auswählen, die für einen
Diplomantrag im DCL genutzt werden sollen. Diese QSOs werden in einer
ADIF-Datei gespeichert, die dann ins DCL eingespielt werden kann. Dadurch
wird einerseits aufwändige Tipparbeit vermieden. Andererseits werden nicht
unnötig viele QSOs ins DCL eingespielt. Eine Dokumentation der neuen Funktion
hat Jan-Henrik Schulz, DG8HJ, zeitnah im DARC-Wiki erstellt [7]. Anhand von
Screenshots werden die notwendigen Schritte erläutert.
Termine
Am 19. Februar findet die 34. GHz-Tagung von 9 bis 17.15 Uhr in der
Volkshochschule Maria Lindenhof an der B224, in Dorsten statt. Weitere
Informationen zur Veranstaltung gibt es auf der Tagungswebseite [8].
Aktuelle Conteste
11. bis 13. Februar: YLRL YL-OM Contest
12. Februar: VFDB-Contest und FISTS Spring Contest
12. bis 13. Februar: CQ WPX Contest, PACC Contest, KCJ Topband Contest und
RSGB 1,8 MHz CW Contest
13. Februar: North American Sprint
16. Februar: AGCW-DL Schlackertastenabend
18. bis 19. Februar: Russian WW PSK Contest
19. bis 20. Februar: ARRL International DX Contest
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des DX und
HF-Funksportreferates [dx] sowie mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ
DL 2/11 auf S. 134.
Der Funkwetterbericht vom 9. Februar, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL
Rückblick vom 2 bis 8. Februar: Die sehr geringe Sonnentätigkeit spiegelt
sich in Fluxwerten von 80 plus/minus zwei Einheiten bei ein bis zwei
Sonnenflecken wider. Es gab keine Flares aber ein wechselhaftes
geomagnetisches Feld. In der Nacht zum Samstag gab es zwischen 21 und 24 Uhr
einen geomagnetischen Sturm der Stärke G1. Das interplanetare Magnetfeld fiel
von 17 auf 3 Nanotesla. Bevor es zu stürmen begann, herrschten angehobene
Bedingungen auf 160 und 80 m. N4AF war auf 160 m abends um 20:30 UTC hörbar,
das ist dort am frühen Nachmittag. Insgesamt fanden wir gute DX-Bedingungen
auf den Lowbands vor, selbst VP8ORK war gegen Mitternacht auf 160 m mit 5-5-9
an der kurzen Groundplane des Autors aufzunehmen. 40, 30 und 20 m waren gut
genutzte Bänder mit lauten Signalen aus allen Kontinenten. 15 m war
wiederholt nach ganz Amerika offen, aber auch auf 12 und 10 m konnte man
schöne transäquatoriale Verbindungen tätigen, so mit VP8, ZS, LU und ganz
Afrika.
Vorhersage bis zum 16. Februar:
Wir erwarten keine markanten Störungen aber auch keine gravierenden
Änderungen der solaren Aktivität. Der gegenwärtige Charakter der
Kurzwellenausbreitung bleibt bestehen. Er ist durch Fluxwerte zwischen 80 und
86, guten Öffnungen der drei unteren Kurzwellenbänder 160, 80 und 40 m aber
stundenweise nervigen Schwundperioden charakterisiert. Die oberen Bänder
öffnen auf den Taglinien, aber bevorzugt in Nord-/Südrichtung. 12 und 15 m
sollten stundenweise auch in Ost- Westrichtung offen sein.
Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 17:44; Melbourne/Ostaustralien 19:42;
Perth/Westaustralien 21:48; Singapur/Republik Singapur 23:16; Tokio/Japan
21:34; Honolulu/Hawaii 17:05; Anchorage/Alaska 17:56; Johannesburg/Südafrika
03:48; San Francisco/Kalifornien 15:06; Stanley/Falklandinseln 08:47;
Berlin/Deutschland 06:35; Sao Tome 05:44.
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 22:23; San Francisco/Kalifornien
01:42; Sao Paulo/Brasilien 21:50; Stanley/Falklandinseln 23:34;
Honolulu/Hawaii 04:26; Anchorage/Alaska 02:27; Johannesburg/Südafrika 16:55;
Auckland/Neuseeland 07:25; Berlin/Deutschland 16:07; Sao Tome 17:50.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte
Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Diesen Rundspruch gibt
es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite sowie in Packet Radio
unter der Rubrik DARC. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter
Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie
per E-Mail ausschließlich an redaktion@darcverlag.de. Vielen Dank fürs
Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
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