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DPN214 > DARC 26.04.11 19:07l 228 Lines 13124 Bytes #999 (0) @ DEU
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Subj: Deutschland-Rundspruch 16/2011, 16. KW
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To : DARC@DEU
21.04.11
DARC e.V. Lindenallee 4, 34225 Baunatal, Telefon 0561 949880
Deutschland-Rundspruch 16/2011, 16. KW
(Redaktionsschluss: Mittwoch 10 Uhr, freigegeben für Rundspruchsendungen ab
Donnerstag, den 21. April 2011, 17:30 UTC)
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X];
lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches
aufgelistet.)
Hallo, liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 16 des Deutschen
Amateur-Radio-Clubs für die 16. Kalenderwoche 2011. Diesmal haben wir
Meldungen zu folgenden Themen:
- Deutsche Meisterschaft in High Speed Telegraphy
- Keine Pflicht zum Einbau von Smart Meters
- Ein Smart Meter ist nur der Anfang
- Afu-Berichte zur besten Sendezeit
- Kein GlobalSET im Mai
- Funkbetrieb auf den Bändern
- Berichte der Bandwacht
- BEMFV kurz erklärt. Teil 3: Was ist der kontrollierbare Bereich?
- Termine
- Aktuelle Conteste
und
- Was gibt es Neues über das Funkwetter?
Hier die Meldungen:
Deutsche Meisterschaft in High Speed Telegraphy
Am 16. April trafen sich die HST-Sportler zum DTP 2011, den offiziellen
nationalen deutschen Meisterschaften in der High Speed Telegraphy. Der
Wettkampf fand während des CW-Wochenendes von AGCW, FMC, HSC und RTC in
Erbenhausen in der thüringischen Rhön statt. Irina Stieber, DL8DYL, gewann in
der Kategorie Frauen. Fabian Kurz, DJ1YFK, belegte den ersten Platz bei den
Männern. In der Kategorie Senioren konnte sich Emir Jusic, DL4CC,
durchsetzen. Arno Polinsky, DL1CW, siegte in der Kategorie Oldtimer. Die
kompletten Ergebnisse und weitere Informationen findet man auf der Webseite
des Referats für DX und HF-Funksport [dx].
Keine Pflicht zum Einbau von Smart Meters
Nutzer von Stromanschlüssen können mit Verweis auf entstehende Mehrkosten den
Einbau von Smart Meters ablehnen. Es ist zu erwarten, dass einige der
möglichen Netzwerkverbindungen auf PLC-Technologie beruhen. Auf Grund der
aktuellen Situation, nämlich das die Versorgungsunternehmen zurzeit verstärkt
die neuen intelligenten Zähler einbauen, weist der DARC auf Artikel 21b
Absatz 3b des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) hin. Dort steht: "Soweit dies
technisch machbar und wirtschaftlich zumutbar ist, haben Messstellenbetreiber
ab dem 1. Januar 2010 bei bestehenden Messeinrichtungen jeweils
Messeinrichtungen anzubieten, die dem jeweiligen Anschlussnutzer den
tatsächlichen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit
widerspiegeln. Der Anschlussnutzer ist berechtigt, das Angebot nach Satz 1
abzulehnen und bei Ersatz den Einbau einer anderen Messeinrichtung als einer
Messeinrichtung im Sinne des Satzes 1 zu vereinbaren." Nach der
Rechtsauffassung des DARC folgt daraus die Möglichkeit einer Ablehnung des
Neueinbaus, da in der Regel die Kosten des Anschlussnutzers für die neuen
Zähler deutlich höher sind als bei dem herkömmlichen Zähler, eine mögliche
Einsparung zudem die höheren Zählerkosten nicht decken werden. Das Kriterium
der Wirtschaftlichkeit ist somit verletzt und der Einbau nicht zumutbar.
Ein Smart Meter ist nur der Anfang
Nach dem aktuellen Trendreport 2011 erwarten die Mitglieder des Verbands der
Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik (VDE), dass Deutschland auf
dem Gebiet der Smart Grids, also der intelligenten Stromnetze, eine
Vorreiterrolle einnehmen wird. Die schlechte Nachricht für den Amateurfunk
und den Rundfunkhörer: Die Stromnetze sind nur dann "intelligent", wenn
flächendeckend Smart Meter eingebaut werden, die entsprechende Daten zwischen
Verbraucher und Stromproduzenten austauschen. Es ist zu erwarten, dass in
diesem Bereich verstärkt PLC zum Einsatz kommt und damit großflächig
elektromagnetische Störungen auftreten. Für den Trendreport wurden 1300
VDE-Mitgliedsunternehmen sowie Hochschullehrer der Elektro- und
Informationstechnik befragt. Die Mehrzahl der Befragten erwarten positive
Effekte für den Ausbau erneuerbarer Energien und Vorteile in der
Energieverteilung. Allerdings sehen nur vier von zehn Befragten, dass durch
Smart Grids die Energiekosten sinken. In einer Studie des
Sicherheitssoftware-Unternehmens McAfee warnen IT-Experten davor, dass Smart
Grids zu einer Gefahr für die Versorgungsinfrastruktur werden könnten, indem
Hacker über die Haushalte Einfluss auf die Stromverteilung nehmen könnten.
Auch hört man immer wieder von Bedenken, dass bei Smart-Grids Nutzerprofile
ausspioniert werden können, die datenschutzrechtlich bedenklich sind. Im
Grunde überwiegen nach Ansicht des DARC also die Nachteile gegenüber den -
wenn überhaupt vorhandenen - Einsparungen. Des Weiteren weisen wir noch auf
unsere Meldung zu dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) hin. Danach kann der
Einbau der Smart-Metering-Zähler nach unserer Rechtsauffassung abgelehnt
werden.
Afu-Berichte zur besten Sendezeit
Die Regionalsender WDR, HR und NDR nutzten den Weltamateurfunktag für
Berichte über Amateurfunk. Zur besten Regionalsendezeit sahen die Zuschauer
jeweils 3-minütige Fernsehbeiträge über Funkamateure in Bonn, Flensburg,
Kassel und Hüttenberg bei Wetzlar. Über eine halbe Million Zuschauer bekamen
so Einblick in das Hobby und in die Shacks der OMs. Das Motto des
Weltamateurfunktags war "Funkamateure: Vorreiter im Bereich digitaler
sozialer Netzwerke". Die Beiträge sind derzeit noch im Internet auf den
Webseiten der jeweiligen Regionalsender zu finden [1] [2] [3]. Das nächste
größere bundesweite Funkereignis ist der Funkertag im Juni.
Kein GlobalSET im Mai
Der Global Simulated Emergency Test, kurz GlobalSET, findet nicht mehr
zweimal pro Jahr statt. Der Termin im Mai wurde gestrichen. Grund ist die hohe
Arbeitsbelastung der Organisatoren des GlobalSET. Die einzige weltweite
Notfallübung in diesem Jahr ist am 12. November von 11 bis 15 Uhr.
Funkbetrieb auf den Bändern
Vom 29. April bis 1. Mai betreibt die Amateurfunk-Sektion im Österreichischen
Rundfunk/ORF zusammen mit dem Dokumentationsarchiv Funk/QSL Collection eine
Amateurfunkstation unter OE11M. Am 30. April ist der International Marconi
Day und das Sonderrufzeichen zählt als eine der 25 IMD-Stationen für das
IMD-Diplom. QSL via OE-Büro oder direkt an Wolf Harranth, OE1WHC,
Dokumentationsarchiv Funk [4].
In Großbritannien hat die RSGB anlässlich der Hochzeit im Hause Windsor am
29. April mit der Ofcom eine Vereinbarung getroffen, wonach Funkamateure in UK
spezielle Kurzzeit-Rufzeichen beantragen können. Die "special temporary
Callsigns" haben die Präfixe GR, MR oder 2R und dürfen vom 29. April bis 9.
Mai verwendet werden.
Der 1. Mai ist der zehnte Burgenaktivitätstag Thüringen und Sachsen-Anhalt.
Die Ortsverbände X20 und W33 laden alle Funkamateure herzlich ein, eine Burg
oder ein Schloss in Sachsen-Anhalt oder in Thüringen zu aktivieren. Die
Bedingungen und weitere Informationen findet man auf der Webseite der
Organisatoren [5, 6], sowie in der CQ DL 5/11 auf Seite 371. Ansprechpartner
sind Peter Eichler, DJ2AX, und Detlef Karau, DL4NTC.
Berichte der Bandwacht
Hier sind die Nachrichten der Bandwacht des DARC in Kurzform,
zusammengetragen von OM Ulrich Bihlmayer, DJ9KR: Anfang April fielen zwei
starke Rundfunksender der Stimme der Türkei mit Intermodulationsprodukten auf
30 und 20 m auf. Die BNetzA Konstanz fanden zusammen mit Wolf Büschel, DF5SX,
und Uli Bihlmayer, DJ9KR, die beteiligten Frequenzen heraus, welche die
Mischprodukte erzeugten. Die BNetzA hat mittlerweile Störungsmeldungen nach
Ankara gesandt. Ebenfalls aus der Türkei sind Signale nach dem
STANAG-4285-System auf 10 112 kHz täglich im "Dauerlauf" zu hören und sehr
störend. Der Standort ist Izmir. Diese Aussendung ist legal, da das
10-MHz-Band nicht exklusiv für Funkamateure ist. Und schließlich stört das
Überhorizontradar aus der Türkei, das seit April vermehrt im 15-m-Band
rattert und blubbert und damit bis 50 kHz des wertvollen Spektrums auslöscht.
Das Vocoder-System "Yakhta" aus Russland ist seit Wochen auf 21 001,5 kHz
täglich zu hören. Im vergangenen Jahr war es schon einmal aktiv. Die BNetzA
hat eine Internationale Beschwerde nach Moskau gesandt.
Das Bandwacht-Team trifft sich während der HAM RADIO am Samstag, 25. Juni, um
10 Uhr in Halle A2 im Vortragssaal "Schweiz". Bitte notieren Sie sich den
Termin. Den Gastvortrag hält OM Peter Jost, HB9CET, Leiter der Bandwacht der
USKA.
BEMFV kurz erklärt. Heute Teil 3: Was ist der kontrollierbare Bereich?
Nach Definition ist der kontrollierbare Bereich der Bereich, in dem der
Funkamateur über den Aufenthalt von Personen bestimmen kann oder in dem
aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse der Aufenthalt ausgeschlossen ist.
Also einfacher ausgedrückt: Der Hoheitsbereich, also das Haus, das
Grundstück, die Wohnung, aber natürlich auch der freie Luftraum, der für
andere Personen nicht erreichbar ist. Damit kann der Sicherheitsbereich
beispielsweise einer Yagiantenne ruhig in den freien Luftraum des Nachbarn
eindringen, jedoch nicht mit einem dort befindlichen Bauwerk kollidieren, das
von Personen begangen werden könnte.
Termine
Die Frist für die Anmeldung, zu der im Rundspruch Nummer 11 angekündigten
Reise nach Polen, wurde um zwei Wochen verlängert. Die Fahrt findet statt,
sobald 40 Personen angemeldet sind. Die Teilnehmer können sich frei und ohne
feste Vorplanung in Warschau und Umgebung bewegen oder sich von polnischen
Funkfreunden helfen und begleiten lassen, um authentische Erfahrungen zu
sammeln. Anmeldungen gehen an Werner Schack, DK7XW [7]. Ausführliche
Informationen finden Sie in der CQ DL 3/11 auf S. 174.
Am 1. Mai findet die vierte Funkerbergbörse im Senderhaus 3 auf dem
Funkerberg in Königs Wusterhausen statt. Weitere Informationen findet man auf
der Webseite www.funkerberg.de.
Aktuelle Conteste
25. April: Deutschlandkontest des DTC e.V.
1. Mai: AGCW-DL QRP/QRP-Party
1.-7. Mai: Aktivitätswoche des DTC e.V.
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des DX und
HF-Funksportreferates [dx] sowie mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ
DL 4/11 auf S. 292 sowie in der CQ DL 5/11, auf S. 360.
Der Funkwetterbericht vom 19. April, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL
Rückblick vom 12 bis 18. April 2011: Seit nunmehr vier Wochen ist die
Sonnentätigkeit recht aktiv, die Messwerte des solaren Fluxes lagen zwischen
111 und 129. Die Sonnenfleckenzahlen schwankten entsprechend der Entwicklung
einzelner Gebiete zwischen 67 und 153, wobei die Sonne täglich sechs und zehn
Sommersprossen präsentierte. Die Magnetometer zeigten Sturm am 12. und 13.
April, kamen danach aber nicht zur Ruhe, denn das geomagnetische Feld blieb
bis heute unbestimmt, durchsetzt mit aktiven Phasen. Die
Ausbreitungsbedingungen auf den Kurzwellenbändern über 10 MHz waren teilweise
gut und man konnte auf den HF-Bändern zwischen 40 und 10 Meter alle
Kontinente erreichen. Die atmosphärischen Bedingungen waren überwiegend ruhig,
so dass die Nachtschwärmer unter uns auch noch etliche DX-Stationen zwischen
160 und 40 Meter erwischten.
Vorhersage bis zum 26. April:
Wir befinden uns seit dem 16. April im Meteorschwarm der Lyriden, der im
Mittel etwa 18 Sternschnuppen pro Stunde zeigt. Das Maximum wird am 22. April
gegen 1700 UTC erwartet. Von den heute auf der Sonnenscheibe sichtbaren
Flecken ist die Gruppe 1193 flareverdächtig, 1190 wird morgen hinter dem
westlichen Rand verschwinden. Weitere M-Flares sind möglich. Am 19.4.
erscheint eine neue Gruppe am östlichen Sonnenrand, so dass im Mittel wieder
fünf bis acht Sonnenflecken präsent bleiben und zumindest für C-Flares
sorgen. Das zurzeit unbeständige geomagnetische Feld wird am 19. und 20. April
stürmisch sein und danach wieder unbeständig. Fading wird uns auch in der
kommenden Woche begleiten. Die oberen Kurzwellenbänder bleiben DX-freundlich.
40, 30 und 20 Meter sind nachts fast durchgehend, 17 und 15 Meter sind bis
gegen Mitternacht offen. Gut Funk und frohe Ostern!
Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 18:50; Melbourne/Ostaustralien 20:50;
Perth/Westaustralien 22:40; Singapur/Republik Singapur 23:00; Tokio/Japan
20:02; Honolulu/Hawaii 16:08; Anchorage/Alaska 14:20; Johannesburg/Südafrika
04:25; San Francisco/Kalifornien 13:28; Stanley/Falklandinseln 10:50;
Berlin/Deutschland 03:58.
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 23:40; San Francisco/Kalifornien:
02:50 ; Sao Paulo/Brasilien 20:48; Stanley/Falklandinseln 21:01;
Honolulu/Hawaii 04:52; Anchorage/Alaska 05:32; Johannesburg/Südafrika 15:47;
Auckland/Neuseeland 05:49; Berlin/Deutschland 18:13.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte
Axel Voigt, DO1ELL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Diesen Rundspruch gibt es
auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite sowie in Packet Radio unter
der Rubrik DARC. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz -
schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail
ausschließlich an redaktion@darcverlag.de. Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH
bis zur nächsten Woche!
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