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Subj: Deutschland-Rundspruch 23/2011, 23. KW
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To : DARC@DEU
09.06.11
DARC e.V. Lindenallee 4, 34225 Baunatal, Telefon 0561 949880
Deutschland-Rundspruch 23/2011, 23. KW
(Redaktionsschluss: Dienstag 10 Uhr, freigegeben für Rundspruchsendungen ab
Donnerstag, den 9. Juni 2011, 17:30 UTC)
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X];
lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches
aufgelistet.)
Hallo, liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 23 des Deutschen
Amateur-Radio-Clubs für die 23. Kalenderwoche 2011. Diesmal haben wir
Meldungen zu folgenden Themen:
- Amateurfunkmesse HAM RADIO wirft ihre Schatten voraus
- Astronaut Paolo Nespoli, IZ0JPA, stellt neuen ARISS-Rekord auf
- DL-IOTA-Inselwertung veröffentlicht
- YLWM-Aktivität verzeichnet schon über 17 000 QSOs
- Termine
- BEMFV kurz erklärt. Heute Teil 10: Welche Leistungen zeige ich an?
- Aktuelle Conteste
und
- Was gibt es Neues über das Funkwetter?
Hier die Meldungen:
Amateurfunkmesse HAM RADIO wirft ihre Schatten voraus
Europas größte Amateurfunkmesse HAM RADIO wirft bereits jetzt ihre Schatten
voraus. Noch bis zum 15. Juni können Sie sich zu einem Wettbewerb um die
skurrilsten Selbstbau-Morsetasten anmelden - passend zum diesjährigen
Messe-Motto "Morsen lebt!". Eine E-Mail nebst kurzer Beschreibung und einem
Foto Ihrer Taste genügen [1]. Voraussetzung zur Teilnahme ist, dass Sie am
Messe-Samstag mit dem Exponat bei der Veranstaltung anwesend sind. Die drei
Sieger, sowie eine kleine Auswahl interessanter Tasten, werden vor Ort am
Samstag von 12 bis 13 Uhr ausgestellt. Die Prämierung ist aktuell für den
Samstag um 13.15 Uhr vorgesehen. Weitere Informationen zum Wettbewerb finden
Sie z.B. in der Juniausgabe der CQ DL auf Seite 391.
Der Diplommanager des amerikanischen Amateurfunkverbandes ARRL, Bill Moore,
NC1L, weist darauf hin, dass vor Ort QSL-Karten für das DXCC-Diplom geprüft
werden können.
Das Messegeschehen aus der Luft kann man bei einer Zeppelinfahrt beobachten.
Wenige Restplätze stehen noch für folgende Zeiten am Messe-Samstag zur
Verfügung: von 9:35 bis 10:05 Uhr, 10:05 bis 10:35 Uhr oder 10:35 bis 11:05
Uhr - jeweils Lokalzeit. Interessenten wenden sich bitte per E-Mail an den
DARC [1]. Vom Boden aus kann man ebenfalls teilnehmen und DL0ZZF/AM auf
145,550 MHz arbeiten. Das Handfunkgerät also nicht vergessen.
Die 36. HAM RADIO auf dem Messegelände Friedrichshafen ist vom 24. bis 26.
Juni geöffnet. Neben der Verkaufsausstellung, zu der 180 Aussteller erwartet
werden, gibt es einen großen Flohmarkt und das 62. Bodenseetreffen mit einem
umfangreichen Vortragsprogramm.
Astronaut Paolo Nespoli, IZ0JPA, stellt neuen ARISS-Rekord auf
Mit 45 Schulskeds bzw. Funkkontakten zu 77 Schulen und weiteren 68 QSOs hat
ESA-Astronaut Paolo Nespoli, IZ0JPA, einen neuen Rekord innerhalb des
Programms Amateur Radio on International Space Station, kurz ARISS,
aufgestellt. Dazu gehört auch ein Schulkontakt mit dem Münchner
Luitpold-Gymnasium, ein Bericht dazu ist in der Juni-Ausgabe der CQ DL auf
Seite 425 nachzulesen. Ab dem 15. Dezember 2010 verbrachte OM Nespoli 157
Tage auf der Raumstation ISS. Er gehörte zur Expeditionsbesatzung 26/27 und
landete am 24. Mai mit einer Sojus-Kapsel wieder sicher auf der Erde.
DL-IOTA-Inselwertung veröffentlicht
Die von Mario Borstel, DL5ME, zusammengestellte DL-IOTA-Inselwertung wurde
auf den Webseiten des DX und HF-Funksportreferats veröffentlicht [2]. Sie
stellt ein Extrakt der Liste des britischen Amateurfunkverbandes RSGB dar und
weist neben dem erreichten Inselstand auch die weltweite Platzierung und die
erreichte Diplomstufe aus. Bereits sechs DL-Stationen sind mit über 1000
Inselgruppen gelistet und damit Besitzer der IOTA-Trophy: DL8NU, DF2NS,
DL8USA, DK1RV, DK2PR und DL5ME. Insgesamt stehen 188 deutsche Stationen in
der Liste, d.h. sie haben in den vergangenen fünf Jahren Punkte für das
IOTA-Programm eingereicht. Fast die Hälfte der deutschen IOTA-Jäger ist mit
über 548 IOTA-Gruppen in der Honor-Roll vertreten. Gesondert hat OM Mario,
DL5ME, die Einsteiger ausgewiesen. Das ist sicher ein Grund dafür, dass IOTA
weiter wächst. Der Sommer mit vielen IOTA-Aktivierungen hat gerade begonnen,
dabei sein ist recht einfach.
YLWM-Aktivität verzeichnet schon über 17 000 QSOs
Mit über 17 000 QSOs ist die Funkaktion zur Fußball-WM der Frauen bereits
nach einer Woche ein Erfolg. So viele QSOs der Sonderstationen stehen nämlich
bereits im DARC Contest Logbook (DCL). Trotz Gewitter und Feiertag haben die
YLs ein Feuerwerk an Aktivitäten gestartet, sodass bereits die ersten
erfolgreichen Diplomanträge gestellt werden konnten. Dabei ist zu vermerken,
dass einige Sonderstationen noch gar kein Log ins DCL geladen haben. Den
aktuelle Überblick zu den QSO-Ständen der YL-Sonderstationen (im DCL) findet
man im Internet [3].
Termine
Die Verantwortlichen des ATV-Relais DB0HEX laden zum überregionalen
ATV-Treffen nach Schierke im Harz ein. Man trifft sich am 18. Juni im Hotel
König, Beginn ist ab 9:30 Uhr. Es stehen vielfältige Themen auf dem
Vortragsprogramm. Von Messtechnik im USB-Stick-Format wird der Entwickler
Günter Fromhagen, DK8OH, berichten und diese Messtechnik auch vor Ort
demonstrieren. Stefan Reimann, DG8FAC, stellt neueste Technik für D-ATV vor.
Eine Fragestunde an die anwesenden Stationsbetreiber zu den künftigen
Ausbauplänen wird das Treffen abrunden. Auch hier gibt es weitere
Informationen im Internet [4].
Griechische Funkamateure aktivieren vom 17. bis 25. Juni die Insel Othonoi
mit der IOTA-Nummer EU-052. Dort ansässig ist auch der Leuchtturm Kastri,
katalogisiert unter der LOTA-Nummer GRE-078. Dem DXpeditionsteam zufolge
handelt es sich um eine Erstaktivierung, der man mit dem Sonder-Rufzeichen
J48O Rechnung tragen will.
BEMFV kurz erklärt. Heute Teil 10: Welche Leistungen zeige ich an?
Bei der Ausfertigung der Anzeige nach BEMFV stellt sich für jedes Band die
Frage, welche Ausgangsleistung angesetzt wird. Ist die Wohnsituation eng, so
kann es erforderlich sein, dass die angezeigte Betriebsleistung kleiner ist,
als das Gerät tatsächlich erzeugen kann. Es treten aber auch Fälle ein, bei
denen der Betrieb aus Sicht der BEMFV mit voller zulässiger Leistung möglich
wäre, der betreffende Funkamateur diese jedoch gar nicht erzeugen kann oder
will. In diesem Fall sollte immer nur die Leistung je Band angezeigt werden,
die auch tatsächlich produziert werden kann. Die Anzeige einer höheren
Leistung - weil vielleicht später eine Endstufe angeschafft werden soll - ist
nicht zu empfehlen. Kommt es nämlich zu einer messtechnischen Prüfung, so
werden die Ergebnisse hochgerechnet, wodurch Messunsicherheiten überschätzt
werden.
Abschließend eine Anmerkung in eigener Sache: Noch liegen einige Fragen vor,
die wir in der Serie "BEMFV kurz erklärt" in den nächsten Wochen klären
wollen. Allerdings gehen noch vor Beendigung des BEMFV-Jahrs 2011 die Fragen
zu Ende, weshalb wir um Mithilfe bitten. Sollten Sie Fragen zum Thema
BEMFV/EMVU haben, stellen Sie sie uns [5]. Wir werden diese dann als
Rundspruch-FAQ für alle beantworten.
Aktuelle Conteste
9. Juni: DIG Kurzcontest
11. Juni: DRCG Long Distance Contest, Portugal Day Contest, QSO-Party am
Funkertag, Asia Pacific Sprint Contest, VFDB Contest und
Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabend
12. Juni: DRCG Long Distance Contest
11. bis 12. Juni: WW South America Contest
18. Juni: AGCW-DL VHF/UHF Contest
18. bis 19. Juni: JARL All Asian DX Contest
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des DX und
HF-Funksportreferates [dx] sowie mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ
DL 6/11 auf S. 438.
Der Funkwetterbericht vom 7. Juni, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL
Rückblick vom 31. Mai bis 6. Juni: Der das Funkwetter bestimmende Faktor war
- wie in der Woche zuvor - das an den meisten Tagen unruhig bis aktive
geomagnetische Feld. Der Monatswechsel begann mit einem unruhigen Feld mit
k-Werten von 3 bis 4. Es folgte eine ruhige Periode mit k-Werten von 0 bis 2
vom 2. Juni abends bis zum 4. Juni abends. Während des CW-Feldtages stürmte
es auroraverdächtig mit k = 4 bis 6. Der Index A des Erdmagnetfeldes erreichte
Werte bis 94. Seit dem Mittag des 5. Juni beruhigte sich das Feld. Am Morgen
des 7. Juni war beispielsweise 20 m wieder dämpfungsarm und weltweit offen.
Der solare Flux durchlief im quasi-periodischen Auf und Ab ein Maximum von
113,6 Einheiten am 1. Juni. Er zeigte danach fallende Tendenz und betrug
100,2 am 6. Juni. Der 90-Tage-Mittelwert des solaren Fluxes betrug am 6. Juni
106 Einheiten. Die typisch sommerlichen Ausbreitungsbedingungen spiegelten
sich in moderaten DX-Bedingungen auf den Bändern 40, 30, 20 und 17 m wider.
Zwischen 15 und 10 m gab es wenige DX-Öffnungen, dafür aber
Sporadic-E-unterstützte Short-skip-Möglichkeiten. Auf 160 und 80 m
dominierten atmosphärische Störungen. Die Gewittertätigkeit sorgte für
Scatterzentren auf 3 cm. Auf 2 m und 6 m wurden Verbindungen via Tropo und
Sporadic-E getätigt.
Vorhersage bis zum 14. Juni:
In zwei Wochen ist bereits Sommersonnenwende, wir merken es am Terminator,
denn die wöchentlichen Änderungen der Sonnenauf- und Untergangszeiten sind
sehr gering. An geomagnetisch ruhigen Tagen bleiben die DX-Bedingungen auf
den mittleren Bänder 40, 30 und 20 m stabil, 20 m bleibt nachts offen und
ermöglicht DX-Verbindungen rund um die Uhr. Die Bänder oberhalb 17 m öffnen
besser, sobald der solare Flux wieder steigt. Momentan sieht es so aus, als
fielen die Fluxwerte zunächst wieder unter 100 Einheiten [6]. Sporadische
E-Schichten helfen zur Belebung der Bänder 12, 10 und 6 m.
NASA warnt vor Sonnensturm:
Am 8. Juni kam es um 5.41 Uhr westeuropäischer Zeit zu einem koronalen
Masseauswurf auf der Sonne, bei dem große Partikelmengen ins All geschleudert
wurden. Der Sturm soll der heftigste seit 2006 sein - so zitiert das
Onlinemagazin Spiegel einen Sprecher der US-Raumfahrtbehörde NASA. Eine
riesige Partikelwolke sei freigesetzt worden und habe sich anschließend über
ein Gebiet von nahezu der halben Größe der Sonnenoberfläche gelegt. Dennoch
stufte die NASA die Sonnenfackel nur als mittelschwerer M2-Flare ein. Zum
Ereignis auf der Sonne hat das Nachrichtenmagazin Spiegel Online einen
Bericht im Internet veröffentlicht [7].
Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:27; Melbourne/Ostaustralien 21:29;
Perth/Westaustralien 23:11; Singapur/Republik Singapur 22:57; Tokio/Japan
19:25; Honolulu/Hawaii 15:48; Anchorage/Alaska 12:24; Johannesburg/Südafrika
04:49; San Francisco/Kalifornien 12:48; Stanley/Falklandinseln 11:57;
Berlin/Deutschland 02:45.
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:24; San Francisco/Kalifornien
03:30; Sao Paulo/Brasilien 20:27; Stanley/Falklandinseln 19:53;
Honolulu/Hawaii 05:11; Anchorage/Alaska 07:27; Johannesburg/Südafrika 15:23;
Auckland/Neuseeland 05:11; Berlin/Deutschland 19:25.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte
Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Diesen Rundspruch gibt
es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite sowie in Packet Radio
unter der Rubrik DARC. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter
Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie
per E-Mail ausschließlich an redaktion@darcverlag.de. Vielen Dank fürs
Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
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