OpenBCM V1.07b5 (WIN32)

Packet Radio Mailbox

FU0BOX

[JO64HI Fuhlendor]

 Login: GUEST





  
DPN214 > DARC     18.06.11 19:55l 209 Lines 12298 Bytes #999 (0) @ DEU
BID : 12905_DBX214
Read: GUEST
Subj: Deutschland-Rundspruch 24/2011, 24. KW
Path: FU0BOX<AS1BOX<DBO274<DOK346<DBX214
Sent: 110618/1416Z @:DBX214.#NR.W.DLNET.DEU.EU #:12905 [12908] FBB7.01.35 alpha
From: DPN214@DBX214.#NR.W.DLNET.DEU.EU
To  : DARC@DEU


16.06.11

DARC e.V. Lindenallee 4, 34225 Baunatal, Telefon 0561 949880
Deutschland-Rundspruch 24/2011, 24. KW
(Redaktionsschluss: Dienstag 10 Uhr, freigegeben für Rundspruchsendungen ab 
Donnerstag, den 16. Juni 2011, 17:30 UTC)
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X]; 
lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches 
aufgelistet.)

Hallo, liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 24 des Deutschen 
Amateur-Radio-Clubs für die 24. Kalenderwoche 2011. Diesmal haben wir 
Meldungen zu folgenden Themen:

- Funkamateure helfen der NASA bei der Beobachtung der Sonneneruptionen
- Energieexperte vergleicht intelligente Stromzähler mit Zwangsbeglückung
- Europäische Union billigt überarbeitete RoHS-Richtlinie
- Funkamateure sollen bei großflächigem Stromausfall helfen
- Besuchen Sie die HAM RADIO!
- EUDXF veranstaltet Eyeball-Contest auf der HAM RADIO
- Nachrichten der DARC-Bandwacht
- BEMFV kurz erklärt. Heute Teil 11: Ein Band über 10 W EIRP
- Aktuelle Conteste
und
- Was gibt es Neues über das Funkwetter?

Hier die Meldungen:

Funkamateure helfen der NASA bei der Beobachtung der Sonneneruptionen
Die aktuelle Sonneneruption wird von der NASA u.a. mit den beiden 
STEREO-Raumsonden beobachtet. STEREO steht für "Solar TErrestrial RElations 
Observatory". Die Sonden liefern spektakuläre Bilder der Eruption, die zum 
Beispiel bei YouTube im Kanal "thesuntoday" (the sun today) angesehen werden 
können. Eine wichtige Rolle haben für die NASA Funkamateure übernommen. So 
werden von der AMSAT-DL mit der 20-m-Parabolantenne am IUZ in Bochum 
kontinuierlich und automatisch die Daten von STEREO empfangen. Die Antenne 
wird dabei fernbedient durch James Miller, G3RUH, Hartmut Päsler, DL1YDD, und 
Michael Lengrüsser, DD5ER, von deren jeweiligen QTH aus.

Energieexperte vergleicht intelligente Stromzähler mit Zwangsbeglückung
Holger Krawinkel, Energieexperte beim Bundesverband der Verbraucherzentralen, 
verglich in einem Interview mit dem Internetportal Energlobe.de die 
Einführung intelligenter Stromzähler mit einer Zwangsbeglückung für die 
Verbraucher. Die Ausgaben für den Zähler seien höher als die jährlich zu 
erzielende Ersparnis. Harald Schrimpf, Vorstandsmitglied des 
Softwareentwicklers Psi sieht die größten Befürworter eher in der Industrie. 
Energieversorger sowie Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche 
wünschten demnach eine flächendeckende Einführung der neuen so genannten 
Smart Meter. Mit der Einführung seien Milliardenumsätze zu machen. 
Intelligente Stromzähler messen den Verbrauch beim Kunden und senden die 
gewonnenen Daten in Echtzeit an den Energieversorger zurück. Der Kunde kann 
daraufhin seinen Energieverbrauch auf der Internetseite seines Stromanbieters 
analysieren und gegebenenfalls den eigenen Verbrauch optimieren. Ob sich der 
Smart Meter für alle Verbraucher rentiert, wird weiter diskutiert. Vor allem 
der DARC e.V. sieht die Technik vor dem Hintergrund kritisch, dass manche 
Geräte zur Datenübertragung HF-Signale auf ungeschirmten Stromleitungen 
nutzen. Störende Beeinträchtigungen beim Kurzwellenempfang sind die Folge.

Europäische Union billigt überarbeitete RoHS-Richtlinie
Der Rat der Europäischen Union hat im Mai 2011 eine überarbeitete Version der 
EU-Richtlinie für gefährliche Stoffe in elektrischen und elektronischen 
Geräten gebilligt. Man spricht hier von der so genannten "RoHS-Richtlinie". 
Die Liste der verbotenen Schadstoffe wurde - entgegen dem Wunsch des 
EU-Parlaments - nicht erweitert. Deshalb dürften sich für die Hersteller z.B. 
von Funkgeräten keine Änderungen ergeben. Die Liste der verbotenen 
Schadstoffe soll jedoch regelmäßig geprüft und ggf. ergänzt werden. Die 
überarbeitete Version erfasst jetzt auch solche elektrischen Geräte und 
Zubehörteile, die nicht unter die bisherige Richtlinie fielen. In der 
RoHS-Richtlinie ist festgelegt, dass bestimmte Schadstoffe, z.B. Blei, 
Cadmium und Quecksilber, in elektrischen Geräten nicht enthalten sein dürfen. 
Die erste Version stammt aus dem Jahr 2003 und wurde in Deutschland im März 
2005 in Form des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes in deutsches Recht 
umgesetzt. Die überarbeitete Richtlinie muss noch im EU-Amtsblatt 
veröffentlicht und danach in den einzelnen Mitgliedsländern in nationales 
Recht umgesetzt werden.

Funkamateure sollen bei großflächigem Stromausfall helfen
Bei einem großflächigen Stromausfall sollte der Staat auch auf die Hilfe der 
Funkamateure zurückgreifen. Das empfiehlt das Büro für 
Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag. Dort hat man untersucht, 
wie sich ein großflächiger und lang andauernder Stromausfall in Deutschland 
und über die Ländergrenzen hinweg auswirken würde. Die Ergebnisse dieser 
Untersuchung wurden in einem Bericht des Bundestagsausschusses für Bildung, 
Forschung und Technikfolgenabschätzung im April dieses Jahres veröffentlicht. 
Der vollständige 136 Seiten umfassende Bericht des Ausschusses kann als 
Bundestagsdrucksache 17/5672 im Internet heruntergeladen werden [1].

Besuchen Sie die HAM RADIO!
Der DARC e.V. veranstaltet auch im Jahr 2011 das traditionelle 
Bodenseetreffen auf dem Messegelände in Friedrichshafen. Bereits zum 62. Mal 
lockt das Vortragsprogramm das interessierte Publikum auf die HAM RADIO: 46 
Fachvorträge, 18 Treffen und acht Workshops sowie Wettbewerbe und zwei 
Amateurfunkprüfungen laden in die Konferenzzentren West und Ost ein. Im Foyer 
West erwartet die Besucher an allen drei Messetagen die DARC-Aktionsbühne mit 
einem abwechslungsreichen Programm. Kinder und Jugendliche können am Samstag 
und Sonntag an der HAM RALLYE teilnehmen. Angelaufen werden können 21 
Stationen in der Halle A1 und im HAM CAMP. Nach der erfolgreichen Premiere im 
vergangenen Jahr wird erneut eine große Verlosung angeboten. Die Teilnehmer 
erwarten tolle Preise und Gutscheine, teilweise von den ausstellenden Firmen 
und Unternehmen gespendet. An allen Messetagen greift die Glücksfee alle zwei 
Stunden auf der Aktionsbühne im Foyer West in die Lostrommel. Am Samstag 
besteht in der Zeit von jeweils 9:35 bis 10:05 Uhr, 10:05 bis 10:35 Uhr oder 
10:35 bis 11:05 Uhr Lokalzeit noch die Möglichkeit eines Zeppelinfluges. 
Interessenten müssen sich vorab anmelden [2]. Zeitgleich wird das Rufzeichen 
DL0ZZF/AM auf 145,550 MHz aktiviert. Das Team der Geschäftsstelle freut sich 
über Ihren Besuch im DARC-Zentrum Halle A1, Stand 460. Weitere Informationen 
gibt es im Internet [2].

EUDXF veranstaltet Eyeball-Contest auf der HAM RADIO
Während der HAM RADIO veranstaltet die EUDXF einen Eyeball-Contest. Die 
Teilnehmer sind verpflichtet, Rufzeichen, Namen und Unterschriften von 
Personen aus so vielen verschiedenen DXCCs wie möglich zu suchen. Dies 
geschieht durch persönliche Kontakte, also so genannte "Eyeball QSOs" während 
der HAM RADIO. Die Log-Daten sind auf einer Karte zu notieren, die man beim 
EUDXF-Stand bekommen kann. Abgabe ist Sonntag 11 Uhr. Derjenige, der die 
meisten DXCCs gesammelt hat, wird der Sieger sein. Der Gewinner wird auf der 
EUDXF-Webseite bekannt gegeben. Weitere Details zum Wettbewerb sind am Stand 
zu erfahren.

Nachrichten der DARC-Bandwacht
Nachfolgend die Nachrichten der DARC-Bandwacht, zusammengestellt von Ulrich 
Bihlmayer, DJ9KR.
Die Intermodulationsprodukte von Radio Ankara auf 10 110 und 14 210 kHz sind 
weg. Sie waren bis zum 25. Mai lautstark zu hören. Beschwerden von 
Bundesnetzagentur und Bandwacht haben gefruchtet. Die Ingenieure im 
Senderstandort Emirler haben ihre Sender, Feederleitungen und Antennen 
entkoppelt. Beide Frequenzen sind wieder frei.
Katholischer Gottesdienst mit Orgelklang, Gebeten und Predigten wird bei 
Sporadic-E-Bedingungen immer wieder auf der Frequenz 28 266 kHz in FM gehört. 
Die Bandwacht weiß, dass die betreffende Kirche in Irland steht. Die irische 
Bandwacht stellt zurzeit Nachforschungen an.
Zu den Überhorizontradaren aus der Türkei, von der Insel Zypern und aus 
Russland hat sich im Mai auch das Überhorizontradar "Jindalee" aus dem 
australischen Outback gesellt. Es war im 15-m-Band oft über Stunden hinweg 
mit seinem Rattern und Blubbern zu hören. "Jindalee" hört in Richtung Norden 
und stellt Flugzeuge und Flüchtlingsboote fest, die aus Indonesien, Timor und 
Neuguinea kommend in australisches Staatsgebiet eindringen.
Bitte notieren Sie sich den Termin des Bandwacht-Treffens für Samstag, den 
25. Juni um 10 Uhr in Halle A2 im Vortragssaal "Schweiz". Nach einem 
Kurzbericht von DJ9KR berichtet OM Peter Jost, HB9CET, in seinem Gastvortrag 
über seine Arbeit als Leiter der Bandwacht der USKA. Ihm schließt sich der 
Vortrag von Wolf Hadel, DK2OM, über Kurzwellenradare an.

BEMFV kurz erklärt. Heute Teil 11: Ein Band über 10 W EIRP
Es kann vorkommen, dass man auf einem oder mehreren Bändern mehr als 10 W 
EIRP auf anderen weniger als 10 W EIRP erzeugt. In diesem Fall muss man 
trotzdem alle Bänder - also auch solche, die unterhalb 10 W EIRP bleiben - 
anzeigen. Nach Formulierung in der Verordnung entscheidet nämlich über die 
Anzeigepflicht das Überschreiten der Grenze bei der gesamten 
Amateurfunkstelle.

Aktuelle Conteste
18. Juni: AGCW-DL VHF/UHF Contest
18. bis 19. Juni: JARL All Asian DX Contest
25. bis 26. Juni: Ukrainian DX DIGI Contest und King of Spain Contest
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des DX und 
HF-Funksportreferates [dx] sowie mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ 
DL 6/11 auf S. 438.

Der Funkwetterbericht vom 14. Juni, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL
Rückblick vom 7. bis 13. Juni: Der M-Flare am 7. Juni war der Höhepunkt im 
Funkwettergeschehen der Woche. Er war phantastisch anzusehen [3] und für die 
Nachrichtenagenturen ein willkommenes Ereignis im "Sommerloch" für die 
Schilderung möglicher Horrorszenarien. Die von der CME in den Weltraum 
ausgestoßene Plasmawolke war nur teilweise auf die Erde gerichtet und traf am 
frühen Morgen des 8. Juni ein. Die insgesamt sehr geringe Sonnenaktivität 
entsprach etwa der von Mitte März 2011, charakterisiert durch solare 
Fluxwerte zwischen 85 und 95 Einheiten, ein bis drei Sonnenflecken und recht 
intensiven Flux hochenergetischer Elektronen aus koronalen Löchern. Bevor die 
Störung am 8. Juni begann, herrschten sehr gute Ausbreitungsbedingungen auf 
den mittleren Bändern bis etwa 21 MHz. Seitdem wurden wir eher an das 
Sonnenfleckenminimum erinnert. 20, 30 und 40 m boten an einigen Tagen 
DX-Möglichkeiten, morgens nach VK und ZL und abends in die Karibik, Afrika 
und Südamerika. Alle transpolaren Funkwege waren nur hin und wieder offen.

Vorhersage bis zum 21. Juni:
Wir erwarteten für den 14. Juni eine neue aktivere Fleckengruppe. Die 
Fluxwerte steigen nun wieder über die 100er Marke. Zunächst bleiben die 
typischen Sommerbedingungen erhalten, wobei 20 m das beste DX-Band sein wird. 
Das geomagnetische Feld wird auch weiterhin von Sonnenwind aus koronalen 
Löchern bestimmt und bleibt unbestimmt bis aktiv. Sporadische E-Schichten 
sind weiterhin ein Überraschungsfaktor auf 10, 6 und eventuell auf 2 m.

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:31; Melbourne/Ostaustralien 21:33; 
Perth/Westaustralien 23:14; Singapur/Republik Singapur 22:58; Tokio/Japan 
19:24; Honolulu/Hawaii 15:48; Anchorage/Alaska 12:18; Johannesburg/Südafrika 
04:52; San Francisco/Kalifornien 12:47; Stanley/Falklandinseln 12:02; 
Berlin/Deutschland 02:43.

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:28; San Francisco/Kalifornien 
03:33; Sao Paulo/Brasilien 20:27; Stanley/Falklandinseln 19:51; 
Honolulu/Hawaii 05:14; Anchorage/Alaska 07:35; Johannesburg/Südafrika 15:23; 
Auckland/Neuseeland 05:10; Berlin/Deutschland 19:30.

Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte 
Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Diesen Rundspruch gibt 
es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite sowie in Packet Radio 
unter der Rubrik DARC. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter 
Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie 
per E-Mail ausschließlich an redaktion@darcverlag.de. Vielen Dank fürs 
Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!


Lese vorherige Mail | Lese naechste Mail


 23.02.2026 17:14:55lZurueck Nach oben