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DPN214 > DARC     19.07.11 18:00l 219 Lines 12822 Bytes #999 (0) @ DEU
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Subj: Deutschland-Rundspruch 28/2011, 28. KW
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To  : DARC@DEU

14.07.11


DARC e.V. Lindenallee 4, 34225 Baunatal, Telefon             0561 949880      
Deutschland-Rundspruch 28/2011, 28. KW
(Redaktionsschluss: Mittwoch 10 Uhr, freigegeben für Rundspruchsendungen ab 
Donnerstag, den 14. Juli 2011, 17:30 UTC)
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X]; 
lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches 
aufgelistet.)

Hallo, liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 28 des Deutschen 
Amateur-Radio-Clubs für die 28. Kalenderwoche 2011. Diesmal haben wir 
Meldungen zu folgenden Themen:

– Über 105 000 QSOs im Log der YL-WM-Aktivität
– Gelungenes Wochenende für DAØHQ
– Die Informationskanäle des DARC e.V.
– SAQ erhielt über 200 Empfangsbestätigungen am Alexanderson-Tag
– Funkbetrieb auf den Bändern
– Nachrichten der DARC-Bandwacht
– BEMFV kurz erklärt. Heute Teil 15: Digitale Sendearten
– Aktuelle Conteste
und
– Was gibt es Neues über das Funkwetter?

Hier die Meldungen:

Über 105 000 QSOs im Log der YL-WM-Aktivität
Auch wenn die deutsche Elf bei der Fußball-WM ausgeschieden ist, das deutsche 
YL-Team bleibt auf Erfolgskurs und verzeichnet einen weiteren Meilenstein bei 
ihren Funkaktivitäten: Am 11. Juli, um 10.45 Uhr, wurde das 100 000. QSO ins 
DCL hochgeladen. Zum Redaktionsschluss des Rundspruches waren es genau 105 
235 Verbindungen. Gleichzeitig verzeichneten die YLs bisher über 500 Anträge 
für Diplome, davon 400 in Platin. Noch bis zum 31. Juli sind sowohl die 
Sonderstation DLØYLWM als auch die YL-Clubstationen der Distrikte und 
Verbände mit dem Sonder-DOK YLWM plus Buchstabe des Distriktes/Verbands QRV.

Gelungenes Wochenende für DAØHQ
Zwei Tage Titelverteidigung und Funkbetrieb an verschiedenen deutschen 
Standorten hat das Team von DAØHQ gemeistert: Die 
IARU-Kurzwellen-Weltmeisterschaft hat am 9. und 10. Juli die teilnehmenden 
Funkamateure zu Höchstleistungen angespornt. Nun gilt es, die Auswertung 
abzuwarten. 21 000 QSOs im Log meldet das Referat für DX und HF-Funksport auf 
seiner Internetseite. Die Organisatoren bezeichnen den Contest damit als 
gelungen und bedanken sich bei allen Anrufern. Auch in der Öffentlichkeit 
fand das Funkereignis Beachtung: Der Fernsehsender MDR war am Standort Ilmenau 
vor Ort und berichtete im Thüringen Journal. Den Fernsehbeitrag kann man sich 
im Internet ansehen [1].

Die Informationskanäle des DARC e.V.
Der DARC e.V. hält für seine Mitglieder zahlreiche Informationskanäle bereit. 
Das Hauptmedium CQ DL erhalten alle Mitglieder. Und doch kann dort nicht 
alles drin stehen: Die festen Drucktermine bedingen z.B. einen gewissen 
zeitlichen Versatz der enthaltenen Informationen. Deshalb hat der DARC e.V. 
im Laufe der Jahre weitere Medien für Sie geschaffen, die wir hier einmal 
zusammenfassend nennen wollen. Der Deutschland-Rundspruch erscheint 
wöchentlich mit Informationen für alle Funkamateure. Die DARC-Webseite bietet 
tagesaktuelle Informationen im Internet für alle Funkamateure und Mitglieder. 
Bei der OV-Info handelt es sich um einen quartalsweise erscheinenden 
Newsletter mit administrativen Informationen aus der DARC-Geschäftsstelle für 
Ortsverbandsvorstände und OV-Mitglieder. Der Newsletter Öffentlichkeitsarbeit 
informiert aperiodisch aus der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der 
DARC-Geschäftsstelle und liefert auch Pressevorlagen und Anregungen für 
lokale Aktivitäten. Im Bereich Pressemitteilungen auf der DARC-Webseite sind 
ebensolche nachzulesen. In den Distriktsrundsprüchen sind wöchentlich bzw. 
periodisch Informationen mit distriktsbezogenen bzw. lokalen Inhalten 
nachzulesen. Aktuelle Informationen aus dem DARC Verlag kann man über einen 
Newsletter beziehen. Die Vorstandsinformationen informieren die 
DARC-Mitglieder aperiodisch über Neuigkeiten des Vorstands zu Lobbyarbeit, 
Gesetzgebung und Behördeninformationen. Im halbmonatlichen Rhythmus schreibt 
der Vorstand in seinem Internet-Webtagebuch zu allgemeinen Themen aus dem 
Dachverband. Alle Informationskanäle sorgen für Transparenz. Die 
DARC-Mitglieder sind eingeladen, die Informationen zu verfolgen.

SAQ erhielt über 200 Empfangsbestätigungen am Alexanderson-Tag
Über 200 Empfangsbestätigungen erhielten die Betreiber des schwedischen 
Längstwellensenders SAQ im schwedischen Grimeton, als dieser zum 
Alexanderson-Tag am 7. Juli in Betrieb genommen wurde. Die 
Hochfrequenzerzeugung des 17,2-kHz-Signals geschieht durch einen historischen 
Maschinensender. Die insgesamt 225 Rapporte stammen vorwiegend aus 
Mitteleuropa, aber auch den USA und der Ukraine. Darüber berichtet Lars 
Kålland, SM6NM.

Funkbetrieb auf den Bändern
Vom 24. Juli bis 19. August aktivieren Wolf, DK1IP; Rainer, DL7OR; Gerd, 
DJ4KW; Arno DL1CW, und Werner, DJ9KH, unter ZD8D [2] die Südatlantikinsel 
Ascension mit der IOTA-Nummer AF-003. Neben einer Teilnahme im IOTA-Contest 
am letzten Juliwochenende will man sich auf digitale Betriebsarten und 
Telegrafie konzentrieren ohne SSB völlig zu vernachlässigen. Gearbeitet wird 
mit K3 inklusive Endstufe sowie diversen Beams, Quads und Vertikalantennen.
Eine weitere IOTA-Aktivität ist vom 22. bis 26. Juli angekündigt. Die 
Operator Rick, K6VVA, und Mike, K9AJ, aktivieren unter K6VVA/KL7 die Insel 
Point Lay Barrier Island mit der IOTA-Nummer NA-242. QSL-Karten gehen via 
N6AWD, auch via Büro.
Die Insel Schouwen-Duiveland mit der IOTA-Nummer EU-146 ist vom 23. bis 24. 
Juli das Ziel von PA/ON4LO. Betrieb soll auf 80 m bis 10 m stattfinden.

Nachrichten der DARC-Bandwacht
Nachfolgend die Nachrichten der DARC-Bandwacht, zusammengestellt von Ulrich 
Bihlmayer, DJ9KR.
Etwa 100 Zuhörer kamen zum Bandwacht-Treffen auf der HAM RADIO. Neben den 
Referenten DJ9KR und Wolf Hadel, DK2OM, hielt Peter Jost, HB9CET, als der 
Leiter der USKA-Bandwacht, einen Gastvortrag über neueste Software zur 
Detektion digitaler Signale. Weiterhin konnten hochrangige IARU-Vertreter 
begrüßt werden.
Der Bandwacht-Mitarbeiter Wolfgang Büschel, DF5SX, feiert seinen 70. 
Geburtstag. Er arbeitet schon seit Jahren bei der Bandwacht mit und bringt 
sein Wissen um den internationalen Rundfunk ein. Wir danken ihm für seine 
präzisen Informationen zu Sendeplänen, Frequenzen, Senderstandorten und 
E-Mail-Adressen, die nach Kontakten mit den Rundfunksendern schon sehr häufig 
zum Abschalten oder Frequenzwechsel eines Rundfunksenders geführt haben.
Seit einigen Wochen werden auf 10 125 kHz in SSB-USB regelmäßig Aufrufe der 
NATO an die Truppen Gaddafis ausgestrahlt, die Waffen nieder zulegen und die 
Zivilbevölkerung zu verschonen. Der Sender befindet sich an Bord einer 
Hercules EC-130-J. Das 10-MHz-Band ist kein Exklusivband.
Der Gottesdienst einer katholischen irischen Kirche ist bei 
Sporadic-E-Bedingungen noch immer lautstark auf 28 266 kHz in FM zu hören. 
Mittlerweile kennt die Bandwacht den Ort, in dem die Kirche in Irland steht, 
und ihr ist sogar der Name des Ortsgeistlichen bekannt. Die irische Bandwacht 
mit ihrem Leiter war beim Aufspüren sehr hilfreich. Nun ist die irische 
Fernmeldebehörde RegCom am Zuge.
Das CODAR-Meereswellenradar auf 24 920 kHz ist seit Wochen zu hören. Es misst 
Höhe, Richtung und Intensität von Meereswellen. Die Bundesnetzagentur stellte 
als Standort die Lagune vor Venedig in der Adria fest. Eine Internationale 
Beschwerde der Bundesnetzagentur ist auf dem Weg.

BEMFV kurz erklärt. Heute Teil 15: Digitale Sendearten
Michael, DL5IB, sandte folgende Frage ein: äWelcher Betriebsart sind die 
digitalen Modi zuzurechnen?“ Antwort: Wie bei vielen Fragen rund um die BEMFV 
gibt es keine eindeutige Antwort, übrigens auch nicht von der 
Bundesnetzagentur. Viele digitale Modulationen werden dem Transceiver über 
den Mikrofoneingang zugeführt. Dabei verbleibt der Sender in der Stellung SSB. 
Letztlich leistet der Transceiver also nur eine Verlagerung der Basisband-NF 
in den HF-Bereich. Dies ist ein deutliches Argument dafür, diese Sendearten 
als SSB-moduliert zu betrachten. Auf der anderen Seite ist das harte 
Eintasten beispielsweise von AMTOR schon mit Eigenschaften von CW zu 
vergleichen. Tatsächlich reagieren etwa Herzschrittmacher auf die Sendeart CW 
etwas empfindlicher als auf SSB-Signale, wie man an den etwa 30 % niedrigeren 
Grenzwerten erkennen kann. Dies hat wohl damit zu tun, dass die Taktung in 
der Größenordnung wie des Herzschlags liegt. Dies würde auch für AMTOR gelten. 
Dieser kritischen Diskussion sollte sich jeder anzeigende Funkamateur 
stellen, denn er verantwortet seine Anzeige selbst. Wer ganz sicher gehen 
möchte, wählt als Sendeart bei der Berechnung des Sicherheitsabstandes 
äAlle“, muss dann aber ggf. mit hohen Sicherheitsabständen rechnen. Der Autor 
Thilo Kootz, DL9KCE, selbst digital QRV, hat sich im Kurzwellenbereich für 
die Anzeige mit CW-Grenzwerten entschieden. Diese sind kleiner als SSB, 
umfassen also diese Sendeart mit und schließen die meisten Zweifel für 
digitale Betriebsarten aus.

Aktuelle Conteste
16. Juli: Saar Contest
16. bis 17. Juli: North American QSO Party
17. Juli: Saar Contest und RSGB Low Power Contest
30. bis 31. Juli: RSGB IOTA Contest
Kim Hübel, DG9VH, weist in einer E-Mail an die Redaktion nochmals auf den 
Saarcontest hin: äDieser Wettbewerb ist gerade bezogen auf das 
Jubiläums-Diplom des Distriktes, welches für Verbindungen mit saarländischen 
Stationen ausgegeben wird, dahingehend interessant, da hier die Chance, 
dieses Diplom innerhalb kurzer Zeit komplett zu erarbeiten, am größten ist. 
Dies funktioniert aber auch nur, wenn saarländische Stationen aktiv an diesem 
Contest teilnehmen und so anderen Stationen die Chance geben, wertvolle 
Diplom-Punkte zu erarbeiten.“
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des DX und 
HF-Funksportreferates [dx] sowie mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ 
DL 7/11 auf S. 518.

Der Funkwetterbericht vom 12. Juli, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL
Rückblick vom 5. bis 11. Juli: Der seit Mitte April stagnierende Anstieg der 
Sonnenaktivität im 24. Sonnenfleckenzyklus lässt uns nach dem Warum und nach 
der möglichen Prognose fragen. Im bereits am 21. Juni an dieser Stelle 
zitierten Beitrag des National Solar Observatory der USA [3] prognostizieren 
die Sonnenforscher, dass das nächste Maximum im Jahr 2013 sehr niedrig 
ausfällt und dass der Beginn des 25. Zyklus wahrscheinlich erst 2021 oder 
2022 sein wird. Erste kritische Fachleute, wie NW7US widersprechen dieser 
pessimistischen Prognose [4]. Wir als Nutzer des Spektrums sollten uns nicht 
negativ beeindrucken lassen und die jeweils offenen Bänder beleben. Die 
Conteste, wie die IARU-Meisterschaft am vergangenen Wochenende zeigten 
eindrucksvoll, dass auf den Bändern zwar nicht alles geht, dass es aber 
richtig Spaß macht, wenn weltweit genügend QSO-Partner aktiv sind. Zwischen 
dem 5. und 12. Juli lagen die Messwerte des solaren Fluxes zwischen 85 und 91 
und die Sonnenfleckenrelativzahlen zwischen 30 und 72 mit steigender Tendenz 
aber wenig Komplexität. Das äSalz in der Suppe“ waren geomagnetische 
Störungen an praktisch allen Tagen durch intensiven Sonnenwind. So gab es 
wenigstens stundenweise Öffnungen der oberen Bänder. Die Sporadic-E-Saison 
fiel bisher im Vergleich zum Vorjahr mager aus.

Vorhersage bis zum 19. Juli:
Die Magnetfelder der koronalen Löcher CH464 und CH465 bringen weiterhin 
genügend Sonnenwind zu uns, sodass die unruhigen geomagnetischen Bedingungen 
erhalten bleiben. Ein Hoffnungsschimmer für ein paar Flares und Fluxwerte in 
Richtung 100 ist die gegenwärtige Wiederkehr der alten Fleckengruppe 1236. 
Insgesamt bleiben die stabilsten DX-Bänder 40, 30, 20 und 17 m.

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:32; Melbourne/Ostaustralien 21:33; 
Perth/Westaustralien 23:15; Singapur/Republik Singapur 23:04; Tokio/Japan 
19:34; Honolulu/Hawaii 15:57; Anchorage/Alaska 12:44; Johannesburg/Südafrika 
04:54; San Francisco/Kalifornien 12:58; Stanley/Falklandinseln 11:58; 
Berlin/Deutschland 02:58.

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:26; San Francisco/Kalifornien 
03:32; Sao Paulo/Brasilien 20:36; Stanley/Falklandinseln 20:07; 
Honolulu/Hawaii 05:16; Anchorage/Alaska 07:19; Johannesburg/Südafrika 15:32; 
Auckland/Neuseeland 05:21; Berlin/Deutschland 19:24.

Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte 
Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Diesen Rundspruch gibt 
es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite sowie in Packet Radio 
unter der Rubrik DARC. Meldungen für den Rundspruch – mit bundesweiter 
Relevanz – schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie 
per E-Mail ausschließlich an redaktion@darcverlag.de. Vielen Dank fürs 
Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!


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