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HEJ715 > HUMOR 30.06.08 20:45l 99 Lines 5656 Bytes #999 (0) @ DEU
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Subj: Wie ich eine Cola-Dose richtig aufmache
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1. Der 08-15-Typ: Dieser hält die Dose in einer Hand. Der Daumen wird vor die
Dose gebracht und der Öffner wird mit dem Zeigefinger langsam, unter dem
mittlerem Zischen der entweichenden Kohlensäure, nach oben gebogen. Sobald
die Dose auf ist, wird der Öffner wieder zurückgebogen.
2. Der coole Typ: Er öffnet die Dose mit einer (!) Hand. Dazu klemmt er den
Finger unter den Öffner schwingt die Hand (mit der Cola-Dose) nach oben und
reißt sie dann blitzschnell nach unten. Das Zischen der Kohlensäure ist
obermäßig laut, um auch genügend Aufsehen zu erregen.
3. Der Rambo-Typ: Er stellt die Dose in 50-80 cm Entfernung auf und ballert
mit seiner Utzi auf die Dose. Danach nimmt er die Dose und versucht die
auslaufende Cola zu trinken. Versuche mit Handgranaten schlugen übrigens
fehl, da sich die Cola im Umkreis von ca. 150 m gleichmäßig verteilte. Die
Kohlensäure kommt erst gar nicht zum Zischen.
4. Der Säufer: Bohrt ein Loch in den Dosen-Boden, hält dieses an den Mund und
öffnet die Dose (Fast genauso wie der 08-15-Typ, jedoch schneller !). Die
rausströmende Cola ist in ca. 3-5 sek. verschwunden (In der Regel im Magen,
manchmal auch (bei Leuten mit schwachen Mägen) nach weiteren 3-5 sek. wieder
außerhalb im Umkreis von ca. 20 Metern). Das Zischen der Kohlensäure wird vom
Rauschen der Cola überlagert!
5. Der Snob: Zieht sich erst mal die weißen Handschuhe an und desinfiziert
die Cola-Dose mit einem Spray. Dann hält er die Dose mit einer Hand fest. Mit
dem Daumen und dem Zeiger packt erden Öffner (mit ausgespreiztem Kleinem
Finger, Wichtig!) und zieht den Öffner so leicht nach vorn, dass kaum ein
Zischen wahrzunehmen ist. Dann klappt er den Öffner zurück. Er setzt den
desinfizierten, vergoldeten Schütt-Aufsatz auf die Dose und schüttet sich
einen Schluck in sein Blei-Kristall-Glas.
6. Der gewalttätige Typ: Er packt die Dose in einer Hand und quetscht sie
solange bis der Verschluss durch den Druck wegspringt. Abgesehen von einem
leichten Knall ist auch hier kein Zischen zu hören.
7. Der Programmierer: Er schreibt erst ein Fluss-Diagramm und programmiert
dann eine Simulation, die ihm das Öffnen einer Cola-Dose erklärt. Aus dem
selbstgeschriebenem Doc-File kann er dann weitergehende Informationen
entnehmen und so die Dose öffnen. Das Zischen ist normal bis etwas lauter.
8. Der Bastler: Baut sich aus Fischer-Technik einen Cola-Dosen-Öffnungs-
Automaten. Das Öffnen erfolgt über einen Kran-ähnlichen Arm, der über der
Dose angebracht wird. Bastler, die über einen Computer verfügen steuern das
Öffnen natürlich über ihre Schnittstelle direkt vom Computer aus. Durch die
doch etwas wackelige Konstruktion und dem ungenauem Ansteuern der
Schrittmotoren zischt es beim Öffnen etwas lauter.
9. Der Physiker: Er berechnet den optimalen Aufzieh-Winkel unter Beachtung
des geringsten Energie-Aufwandes. Anschließend leistet er Verformungsarbeit
beim Aufziehen des Öffners. Die Cola ist für ihn die unwichtigste Sache
überhaupt. Ihn interessiert die Vektor-Addition der Kräfte, die beim Öffnen
auftreten oder der Energie-Gehalt des entweichenden Gases. (Wobei er das Gas
nachweist !). Das Zischen ist auch nicht lauter als normal.
10. Der Chemiker: Sprengt den Öffner plus Deckplatte mit einem
selbstgemachten Sprengstoff ab. Der Knall übertönt das Zischen. Er analysiert
die Zusammensetzung, wartet auf das Ergebnis, liest es, fängt an zu schwitzen
und stellt die Dose weg.
11. Der Mantafahrer: Obwohl an Manta-Fahrer noch keine Cola verkauft werden
darf (Jugend-Schutz-Gesetz - Irgendwer muss ja die Jugend vor denen
schützen!) kommen einige Manta-Fahrer doch an eine Cola-Dose. Nachdem sie 3
Std. an der Dose rumgekratzt haben (mit dem Autoschlüssel) und den Öffner
(ohne die Dose zu öffnen) im Eifer ihres Unwissens abgebrochen haben, legen
sie die Dose auf die Straße und heizen einmal mit ihrem Manta rüber und dann
noch mal über die ausgelaufene Cola, um die Bakterien abzutöten. Anschließend
schlürfen sie die Cola auf.
12. Der Sozial-Psychologe: Versucht die Cola-Dose zu überreden, sich von
selbst zu öffnen, Selbstinitiative zu ergreifen. Wenn das nach 5 Std.
härtester Konversation (sofern man davon sprechen kann, bis jetzt hat noch
keine Cola-Dose geantwortet) nichts hilft und die Dose immer noch zu ist,
bricht er heulend vor der Dose zusammen. Bis jetzt ist noch kein Sozial-
Psychologe gesehen worden, der eine Cola trinkt, daher also auch kein Zischen.
13. Der Ostfriese: Er sucht 2 Std. auf der Unterseite nach dem Öffner.
Anschließend geht er ins Geschäft und reklamiert die Dose und kauft sich
dafür lieber einen Küstennebel, weil man den oben aufschrauben kann ! Kein
Zischen (logisch!) !
14. Der Indianer: Er macht einen Regentanz um die Dose. Es fängt an zu
regnen. Anschließend wartet er, bis die Cola-Dose genügend oxidiert ist, bis
er sie skalpieren kann. Das Zischen ist bei dieser Methode auch gleich Null.
15. Der Proll: Er setzt die Cola-Dose in einen Dosenhalter im Golf-GTI-Look
und holt seinen vergoldeten Dosenöffner aus der Hose (Ach so, der Dosenöffner
war das..."), an dem Glöckchen hängen, damit auch alle gucken! Anschließend
setzt er den Dosenöffner an und hebelt die Dose auf. Beim letzten Hebeln
jedoch rutscht er ab und bricht sich die Hand. Beim Trinken reißt er sich die
Lippen an den Schnittstellen auf und beim Abnehmen des GTI-Dosen-Halters
bricht er sich die andere Hand, worauf er wutentbrannt gegen eine Mauer tritt
und sich den Fuß bricht. Aber das Wichtigste: Er ist Mittelpunkt des Abends
(und später im Krankenhaus!)!
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